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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EVANGELIST - Doominicanes
Band EVANGELIST
Albumtitel Doominicanes
Label/Vertrieb Doomentia Records/ Cargo Records
Homepage https://www.facebook.com/#!/evangelistme...
Verffentlichung 17.05.2013
Laufzeit 44:38 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Zwei Jahre nach ihrem Erstling "In Partibus Infidelium" melden sich die Polen von EVANGELIST erneut mit hoch religisen Themen zurck, um die Sparte des Doom Metals zu bereichern. Dies klappt grundstzlich ganz gut, denn bei den fnf berlangen Stcke auf "Doominicanes" liefert die Band langsame, dstere und vorallem sehr theatralische Musik. Besonders der Gesang hebt sich hier etwas von der Norm ab. Die Texte werden sehr klar und verhtnismig hoch vorgetragen, was mir persnlich nicht so gut gefllt. Das ist auch ein Grund, warum ich mit CANDLEMASS nie wirklich warm geworden bin. Rein objektiv und technisch gesehen, handelt es sich hier aber um einen wirklich guten Frontmann. Die Anspielung auf den Dominikaner Orden im Titel des Werkes ist zwar platt, trifft den inhaltlichen Kern aber ganz gut, was Songtitel wie "To Praise, To Bless, To Preach" oder das finale "Militis Fidelis Deus" unterstreichen. Letzteres stellt die mit Abstand interessanteste Nummer auf "Doominicanes" dar. Der schleppende Aufbau, die finstere Grundstimmung und das positive Ausbrechen in Form von filigranen Gitarrensoli, sorgen fr spannende Unterhaltung in knapp 13 Minuten. Dazu gibt es noch ein paar chorale Gesangseinlagen, welche das Epische des Stckes noch weiter herausbringen.
Eines muss allerdings klar gesagt werden: Warum sich EVANGELIST auf Teufel komm raus wehren, wenigstens zwei-, dreimal zumindest ein bisschen aufs Gas zu treten, bleibt mir ein Rtsel. Andere Kapellen, wie beispielsweise BLACK SABBATH, sind damit auch immer gut gefahren. Man htte auf jeden Fall etwas mehr Abwechslung auf das Album gebracht und so die ein oder andere berflssige Lnge ausgeglichen. So bleibt ein ordentliches Doom Metal-Album mit Abzgen in der B-Note. Wenn Ihr Euch nicht daran strt, dass die Geschwindigkeit wenig variirt oder dass der Gesang wirklich sehr pathetisch rberkommt und auch mal in unerwartete Hhen aufsteigt, gebt den Jungs aus Krakau eine Chance. Die Tatsache, dass die Truppe weder die Namen der Bandmitglieder, noch die Anzahl der Musiker preisgibt, lockt brigens niemanden mehr hinterm Ofen hervor. Diesen eher lahmen Gag htte man sich ruhig sparen knnen.
   
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