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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BABY UNIVERSAL - Slow Shelter
Band BABY UNIVERSAL
Albumtitel Slow Shelter
Label/Vertrieb Kaboom Records / Broken Silence
Homepage www.baby-universal.com
Verffentlichung 30.05.2013
Laufzeit 44:38 Minuten
Autor Martin Stark
Bewertung 6 von 15 Punkten
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Das Schne an der Arbeit fr Musik-Magazine ist unter anderem, dass man oft unverhofft mit innovativen, berraschenden, unkonventionellen und schlichtweg spannenden Bands in Berhrung kommt. Mit Bands, die sich einem sonst sehr wahrscheinlich nicht erschlossen htten. Nur trifft all dies leider auf Baby Universal ber weite Strecken nicht zu. Baby Universal und ihr viertes Album "Slow Shelter" sind schwer einzuordnen und ehrlich gesagt auch ein wenig langweilig. Handwerklich kann man den beiden Kreativ-Kpfen Hannes Scheffler und Cornelius Ochs nur wenig vorwerfen, aber derart langweilige Klnge, zudem noch uninspiriert und fast ohne Abwechslung dargeboten, sind mir schon lange nicht mehr auf den Schreibtisch geflattert. Ich bin mir nicht sicher ob ein Song wie "Crystal Clear" ernst gemeint ist, denn so viel Monotonie ist schon erschreckend. Aber fairerweise muss auch erwhnt werden, dass der hier gebotene Stil zwischen Oasis, U2 und Philip Boa definitiv in Richtung Pop geht und Rock, also vorsichtig ausgedrckt Gitarren, nur sehr am Rande oder untergeordnet stattfinden, von wenigen Ausnahmen wie "Guitar" abgesehen. Das man den Sound noch als Indie-Rock verkaufen will leuchtet mir weder ein, noch liefert dieses Album Argumente gegen meine generelle Abneigung den Begriffen "Indie" oder "Alternative" gegenber. Snger Cornelius Ochs setzt hier und da noch bescheidene Akzente ("Special Forces"), aber diese verpuffen relativ schnell angesichts der zahnlosen Songs und vor allem der viel zu platten Produktion. Letzteres erklrt sich mglicherweise aus dem Umstand, dass die Scheibe in einer Zweierbesetzung eingespielt wurde, der mit Sicherheit kein etatmiger Schlagzeuger angehrte.
Mutige und auf Exoten stehende Musikfreunde knnten Gefallen an der schsischen Band finden, der Otto-Normal-Rocker oder -Metaller wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit verstrt oder gelangweilt die Nase rmpfen oder mglicherweise berfordert sein (?), je nach Lesart und Perspektive. Ich kann mich auch nach knapp zehn Durchlufen nicht wirklich erwrmen, was man auch meiner Wertung entnehmen kann. Vereinzelt knnen Stcke wie "Tombstone" oder "Pale Horse Pale Rider" etwas vershnen, aber ber die gesamte Spielzeit betrachtet ist "Slow Shelter" arg farblos und eintnig, auch wenn das sicher ein Stilmittel ist. Stilistisch nicht meine Baustelle, aber auch nchtern betrachtet nichts, was objektiv gelungen ist...
   
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