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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

JEX THOTH - Blood Moon Rise
Band JEX THOTH
Albumtitel Blood Moon Rise
Label/Vertrieb I Hate / Soulfood
Homepage www.jexthoth.net
Verffentlichung 17.05.2013
Laufzeit 46:28 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 14 von 15 Punkten
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JEX THOTH (abgeleitet von der Sngerin der Band, Jessica Toth) sind in der Doom / Psychedelic Rock Szene keine Unbekannten, treibt der Fnfer aus San Francisco doch schon seit 2007 in Form von diversen EP's Split-Singles und dem 2008er Debut Album sein Unwesen. Der Sound der Band lsst sich dem 60iger Psychedelic Rock mit Einflssen von BLACK SABBATH, PINK FLOYD und BLUE YSTER CULT zuordnen, hat aber noch wesentlich mehr zu bieten, als sich nur auf diese Komponenten zu reduzieren.
Schon das dster-melancholische, Gnsehaut treibende Intro "To Bury" mit dem anschlieenden furiosen Album Opener "The Places You Walk" macht klar: die bisherige Dominanz der europischen New Psychedelic Bands ist Schnee von gestern, und JEX THOTH haben ein entscheidendes Wrtchen mitzureden wenn es darum geht, welche der Psychedelic Doom Bands denn nun den Thron fr sich beanspruchen darf.
Was JEX THOTH hauptschlich von den herausragenden europischen Vertretern des Genres (GINGERPIG oder die phantastischen CRYSTAL CARAVAN wrden mir hier einfallen) unterscheidet ist, dass sie wesentlich atmosphrischer zu Werke gehen und nicht auf wilde Gitarren-Orgien oder Hammond-Flchen setzen. JEX THOTH sind sehr subtil in ihren Arrangements und halten die Instrumentalisierung zugunsten einer einzigartigen, beklemmenden Stimmung dezent zurck, was sehr viel Platz fr die Entfaltung der charismatischen Stimme von Jessica Toth lsst. Diese ruhigen, offenen Arrangements sorgen dafr, dass dem Zuhrer eine Gnsehaut nach der anderen ber den Rcken kriecht ("The Divide", "Into A Sleep") und er sich unweigerlich umdreht um nachzusehen, ob sich in den Schatten der Zimmerecken nicht doch etwas verbirgt, was da nicht hingehrt. Obwohl die Songs sehr ruhig und dezent gehalten sind, wird das Album aufgrund der einzigartigen Atmosphre fr keine Sekunde langweilig, sondern fesselt den Zuhrer vom ersten Moment an und lsst ihn sich im Angesicht epischer Grotaten wie "Keep Your Weeds" und "Ejh" fassungslos ob der unheimlichen Schnheit der Kompositionen in sich selbst verlieren. Groartig!
   
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