Navigation
                
24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TRACER - El Pistolero
Band TRACER
Albumtitel El Pistolero
Label/Vertrieb Mascot Records
Homepage www.tracer-band.com
Verffentlichung 02.05.2013
Laufzeit 52:17 Minuten
Autor Christian Schfer
Bewertung 9 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Sptestens seit ihrem Auftritt bei der PopKomm im Jahre 2011 sind TRACER aus Adelaide/South Australia hierzulande keine unbekannte Band mehr. Ihr aktuelles und insgesamt drittes Album, "El Pistolero" verstehe ich als eine Art Konzeptalbum, das -wie die Band unumwunden zugibt- von Robert Rodriguez' Film "Desperado" inspiriert ist. Witziges ZZ TOP-Spanglisch im Titel und Kevin Shirley (u.a. LED ZEPPELIN, IRON MAIDEN, SLAYER) als Produzent machen die Erwartungen an diese Platte betrchtlich. Zuerst fllt auf, dass der beim Vorgnger "Spaces In Between" (2011) bestechende, unbekmmerte Jamsessioncharakter zugunsten einer Nachdenklichkeit aufgegeben wurde, wie sie uns in den 1990er Jahren gern aus der Grungehauptstadt Seattle prsentiert wurde.

Auf "El Pistolero" geben sich die Brder Michael (Gesang und Gitarre) und Leigh Brown (Gesang und Bass) sowie Schlagzeuger Andre Wise im Songwriting griffiger als zuletzt, was die neue Platte eingngiger, allerdings auch gleichfrmiger und damit absehbarer macht. Radiotauglicher Stonerrock la FU MANCHU und QUEENS OF THE STONE AGE trifft hier auf nicht nher spezifizierbare 70's-Retroanleihen und eine deutlich zutage tretende Vorliebe fr SOUNDGARDEN und besonders deren jungen Snger Chris Cornell. Der Opener und Titelsong "El Pistolero" besticht durch herrlich durchgngige, tief grummelnde Gitarren und noch tiefer grummelnde Bsse. Im Kontrast hierzu stehen der relativ hohe Gesang sowie das mechanisch anmutende, an ZZ TOPs Frank Beard erinnernde Schlagzeug. Mit "Lady Killer" setzen die drei dann noch einen drauf und liefern einen Refrain, der sich live zu einer echten Hymne entwickeln drfte.
Leider fllt das Album mit dem folgenden "Dirty Little Secret" in eine fade Phase, die erst von "Hangman", einem halbakustischen Song, der aus der Feder von THE TEA PARTYs Jeff Martin stammen knnte, unterbrochen wird. Das kracherte "Manic For Ya" und "Until The War Is Won", das mit seinen twangenden Gitarren tatschlich in einen Filmsoundtrack passen wrde, vershnen mich als Hrer jedoch wieder fr zuvor erlittene Ermdungsanwandlungen. So kann ich "El Pistolero" leider nicht als die erhoffte berbombe anpreisen, dafr jedoch als cooles Rockalbum empfehlen.
   
<< vorheriges Review
PURGATORY - Deathkvlt - Great Ancient Arts
nchstes Review >>
EYECONOCLAST - Drones Of The Awakening


 Weitere Artikel mit/ber TRACER:

Zufällige Reviews