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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KVELERTAK - Meir
Band KVELERTAK
Albumtitel Meir
Label/Vertrieb Roadrunner Records / Warner
Homepage kvelertak.com/
Alternative URL www.facebook.com/kvelertak
Verffentlichung 22.03.2013
Laufzeit 49:03 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 12 von 15 Punkten
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2010 sind Kvelertak mit ihrem gleichnamig betitelten Debt im Underground eingeschlagen wie eine Bombe und auch ich konnte mich irgendwann nicht mehr der Magie der Norweger entziehen. Ihr ungestmer, frischer Mix aus dreckigem Rock 'n' Roll und dezentem Black Metal Touch in Verbindung mit einem Hndchen fr zwingende Arrangements war einfach zu gut, um ignoriert zu werden.
Nun steht Album Nummer 2 ins Haus und ich frage mich umgehend, wo besagtes Hndchen in der Zwischenzeit wohl geblieben ist. Sprangen einem auf dem Erstling die Kracher nur so ins Gesicht, so verhlt es sich auf "Meir" etwas anders. Gleich das erffnende "penbaring" kommt zunchst nicht so richtig in die Ptte. Mit "Spring Fra Livet" und "Trepan" macht man dann jedoch eine angenehme Kehrtwende, wenngleich genannte Songs auch nicht an die Klasse eines "Fossegrim" oder gar "Mjoed" heranreichen.
So geht das Spielchen munter weiter und beinahe htten Kvelertak von mir auch die Rechnung dafr bekommen, doch erstens kommt es anders... Nachdem in meinem Bekanntenkreis nmlich die Diskussion um die Platte in Fahrt kam, gab ich ihr noch eine Chance, und noch eine und noch eine und langsam aber sicher entfalteten auch die Songs auf "Meir" eine kleine Sogwirkung.
"Mammutprojekte" wie "Nekroskosmos", "Undertro" und "Tordenbrak", die allesamt ber 6 Minuten dauern ("Tordenbrak" fast 9!) knnten zwar etwas kompakter sein, doch allein "Bruane Brenn" mit seinem sofort zndenden Ohrwurm-Refrain und bereits erwhnte "Spring Fra Livet" und "Trepan" wachsen zu absoluten Knallern mit Langzeitwirkung.
Wie gesagt, das Debt riss einen von Sekunde 1 an mit und hatte zudem das berraschungsmoment auf seiner Seite. Die Erwartungshaltung der, nicht gerade kleinen Fangemeinde wurde in kaum erfllbare Hhen geschraubt. Somit ist der Erstling des Stavanger-Sextetts natrlich Fluch und Segen zugleich, denn diesen zu toppen, schien schier unmglich.
Wenn ihr euch also zunchst schwer tun solltet, die Platte aber auch nicht gleich abschreibt, besteht die groe Chance, dass ihr "Meir" ebenso wie ich, alsbald in euer Herz schlieen werdet.
Erwhnte ich das geile Artwork von John Baizley (Baroness)?!
   
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