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19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KILLSWITCH ENGAGE - Disarm The Descent
Band KILLSWITCH ENGAGE
Albumtitel Disarm The Descent
Label/Vertrieb Roadrunner Records / Warner
Homepage www.facebook.com/killswitchengage
Verffentlichung 29.03.2013
Laufzeit 41:43 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 11 von 15 Punkten
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"Bleibt alles anders" sang schon "uns" Herbert und wie herrlich passt diese Zeile auf "Disarm The Descent", den neuesten Streich aus dem Hause Killswitch Engage. Studioalbum Nummer 6 ist nmlich auf der einen Seite genauso eine klassische KSE-Platte, wie es auch eine interessante Neuerung zu vermelden gibt; und selbst diese ist im Grunde schon wieder alt. Hh?!
Zusammengefasst: Howard Jones, seines Zeichens Snger der Band auf drei Alben hat Anfang 2012 aufgrund gesundheitlicher Probleme die Segel gestrichen, womit die Massachusetts-Boys erstmal zu viert waren. Zur Freude aller Die-Hard-Fans stieg kurz darauf der legendre Altsnger Jesse Leach wieder ein, der bereits fr das Durchbruchsalbum "Alive Or Just Breathing" zustndig war. Die Diskussion darber, wer denn nun der bessere Snger fr KSE sei finde ich mhselig und auch etwas berflssig, da jeder der beiden fr sich genommen eine gute Wahl gewesen ist. Jones konnte beim Klargesang durch latenten Soul-Touch punkten, whrend Leach ein Stck mehr Aggression im Geschrei innehat.

Musikalisch gibt man sich zudem wieder ein gutes Stck metallischer, ohne jedoch die, mittlerweile zum Markenzeichen gewordenen hochmelodischen Refrains auszusparen.
Kopf des Quintetts ist nach wie vor Gitarrist Adam Dutkiewicz, der die Hitsammlung auch wie gehabt produziert hat. Seinem Genie ist es wahrscheinlich auch zu verdanken, dass eine Semi-Ballade wie "Always" eben nicht kitschig oder gar peinlich klingt, sondern im Gegenteil ein kleines Highlight unter Vielen ist.
Insgesamt finden sich ein Dutzend Songs auf "Disarm The Descent", von denen sich gut die Hlfte sofort im Gehr festkrallt. Wenn man der Band berhaupt was vorwerfen kann, dann, dass die Chance vertan wurde, mit dem Quasi-Neuanfang noch mal etwas zu wagen. Man geht halt auf Nummer Sicher, da rufen kleinere Experimente, wie beispielsweise der mit einem Blastbeat unterlegte Refrain von "The Call" oder das ruppigere "All We Have" jetzt auch nicht die Revolution aus. Das ist aber letztlich Jammern auf hohem Niveau, auf welchem die Band halt auch ein Stck weit stagniert. Fans der Band knnen getrost zugreifen, Freunde zeitlosen Edelstahls mit Hang zu poppigen Melodien machen ebenso wenig falsch.
   
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