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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KMFDM - Kunst
Band KMFDM
Albumtitel Kunst
Label/Vertrieb Dependent/Mindbase
Homepage www.kmfdm.net
Verffentlichung 01.03.2013
Laufzeit 47:08 Minuten
Autor Jennifer Laux
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Unter den Augen einer barbusigen Amazone, die mit einer Kettensge ein Kreuz zerlegt, prsentiert sich der neue, bereits achtzehnte Silberling von KMFDM. Das Cover ist "eine Kunstperformance und Anlehnung an die ukrainische Frauenrechtsgruppe FEMEN, die genau das getan hat, um sich mit den Inhaftierten Pussy Riot- Aktivistinnen zu sozialisieren". Im dazugehrigen Song "Pussy Riot" setzt sich die Band mit der Religion und Staat auseinander. Der anfngliche Sprechgesang, wechselt sich mit forderndem und melodisem Gesang ab und schafft so Abwechslung. Als die Band das erste Mal durch die USA tourte, stellte man Journalisten, die kein Deutsch konnten, verschiedene andere englische Wortbedeutungen fr KMFDM zur Verfgung. Der Einstiegssong "Kunst" legt uns heute die Variante "Kill Mother Fuckin' Depeche Mode" zugrunde - ich hoffe doch nicht. Bei "Hello" haucht Lucia Cifarelli mit ihrem zarten Stimmchen zu sanften Elektroklngen, bevor dann in der Mitte des Songs der Einstieg von Sascha untersttzt von harten Gitarren und offensiven Drums den Aggressionen wieder freien Lauf lsst. Bei allen Titeln der Scheibe versteht Frontmann Sascha Konietzko seine Wut und andere emotionale Ausbrche mit der Instrumentierung geschickt zu verbinden. Brachiale Gitarren sind weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Musik von KMFDM, trotzdem kommen Samples, elektronische Klnge und mechanische Industrial-Drums nicht zu kurz; sie werden im Gesamten zu einem eingngigen Klangteppich verwebt. Auch die Tanzbarkeit ist dadurch durchweg gegeben. Einzig bei der Produktionsqualitt fehlt es mir etwas an Kraft. Nach all den Studioplatten reiht sich auch "KUNST" super ehrwrdig ein und wirkt mehr ehrlich als KUNSTlich.
   
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