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13. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NACHTGESCHREI - Aus Schwärzester Nacht
Band NACHTGESCHREI
Albumtitel Aus Schwärzester Nacht
Label/Vertrieb Massacre / Soulfood
Homepage www.nachtgeschrei.de/
Veröffentlichung 22.03.2013
Laufzeit 61:28 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Es sind zum Glück wieder angenehme Töne aus finsteren Zeiten zu vernehmen. Denn die siebenköpfige Mittelalter-Band Nachtgeschrei aus Frankfurt am Main, meldet sich mit neuer Besetzung, einem vierten Album und 14 neuen Songs gestärkt und begeisternd zurück! Während diese Truppe im Jahre 2011 noch den Ausstieg ihres talentierten Sängers Hotti verkraften und sich auf die Suche nach Ersatz begeben musste, meldet man sich nun endlich mit neuem Sänger und ordentlicher Spiellust zurück, so dass alle Befürchtungen der Fans, diese Jungs würden in Zukunft sogar getrennte Wege gehen, wie vom Winde verweht sind. So thront der Titel "Aus Schwärzester Nacht" passend als neues Motto über der aktuellen Veröffentlichung! Denn mit ihrem neuen Mitglied Martin LeMar, der das Mikrofon schon bei Bands wie Tomorrow's Eve und Mekong Delta schwang, beweisen Nachtgeschrei, dass sich ihr Engagement, traditionellen, aber gitarrenbetonten Mittelalter-Metal zu spielen, auch nicht durch einen derben Schicksalsschlag aufhalten lässt. Zur Freude aller Fans ertönen demnach auch auf dieser Scheibe wieder 14 anregende, verträumte aber auch tiefgründige Songs, die mit traditionellen Instrumenten vertont und spannend in ein rockendes Gewand gepackt wurden, um Ohrwürmer und Spaß beim Hören zu garantieren. Was sich also schon auf der letzten Scheibe "Ardeo" erahnen ließ, die auch bei mir noch öfters im Player ihre Runden dreht, zeigt sich auch mit neuem Sänger, dass die Jungs ihren Musik dermaßen verinnerlicht haben, dass sich auch auf einem Album wie "Aus Schwärzester Nacht" keine großen Kritikpunkte ausmachen lassen. Besonders das sehnsüchtige Stück "In Meinen Liedern" und der Titel-Song beweisen alleine, dass das Konzept, eigene mittelalterliche Texte zu schreiben und zu vertonen, ohne auf die älteren Schriftstücken anderer mittelalterlicher Federn zurück greifen zu müssen, einfach aber gekonnt aufgeht. Ja, Nachtgeschrei-Fans dürfen sich freuen, dieses Werk endlich in den Player legen zu können. Denn wo Nachtgeschrei drauf steht, ist wieder 100 Prozent Nachtgeschrei drin! Mittelalter Fans also aufgepasst, es gibt endlich wieder gelungenen und musikalischen Nachschub, fern von allen plumpen und langweiligen Barden-Veröffentlichungen der letzten Zeit!
   
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