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21. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NOCTE OBDUCTA - Umbriel (Das Schweigen Zwischen Den Sternen)
Band NOCTE OBDUCTA
Albumtitel Umbriel (Das Schweigen Zwischen Den Sternen)
Label/Vertrieb MDD Record/ Alive
Homepage www.nocte-obducta.de
Verffentlichung 08.03.2013
Laufzeit 68:40 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Seit zwei Jahren sind NOCTE OBDUCTA von Ihrer Auszeit zurck und mit "Umbriel (Das Schweigen Zwischen Den Sternen)" kommt jetzt ein ungewhnliches Werk der deutschen Ausnahme Schwarzmetaller. Der Name des Albums ist Programm und so prsentiert die Band eine uerst eigenstndige Mischung irgendwo zwischen experimentellem Metal und sphrischen Weltraumklngen. An das hektische und rohe Geknppel von einst, erinnert hier fast gar nichts mehr. Abgesehen von wenigen kurzen Ausbrchen, hat "Umbriel" nicht mehr viel mit dem Black Metal der frhen Bandjahre zu tun. Die dichte Atmosphre wird vor allem durch dstere Klangkollagen erzeugt. Das fast zehnmintige "Dinner auf Uranos" stellt diesbezglich ein gutes Beispiel dar. Schaurig-schne Akustikgitarren treffen auf mehrstimmigen Gesang und einen fast schon jazzigen Schlagzeugrhythmus. Das Ganze wird durch ein paar hrtere psychedelische Rock-Passagen aufgelockert um aber immer wieder beim kalten, trostlosen Sound des Weltalls zu landen. PINK FLOYD htten das nicht besser machen knnen. "Mehr Hass" ist das vielleicht hrteste Stck. Hier entwickelt sich ein mittelschneller Riffstampfer zur zhen Doommaschine. Generell bedient sich die Truppe vermehrt an 70er-Jahre-Elementen. Die Prog-Freunde unter den NOCTE OBDUCTA-Fans werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen. Was mir persnlich nicht so gut gefllt, ist der klare Gesang in "Leere". Ich kann mir nicht helfen, aber da muss ich zwangslufig an Tilo Wolf von LACRIMOSA denken. Das Instrumental hat zwar wenig mit Gothic zu tun, aber diese Art zu Singen, gefllt mir persnlich einfach nicht.

Ich knnte mir vorstellen, dass "Umbriel" polarisieren wird. Auf der einen Seite fehlen die Aggressivitt und die emotionalen Ausbrche, welche frher ganz klar ein Markenzeichen der Band waren. Andererseits punktet die Scheibe mit einem gut durchdachten Gesamtkonzept, interessanter und vielseitiger Instrumentierung und der wirklich tollen Stimmung. Eines kann ich mit Sicherheit sagen: in eine Schublade lassen sich die neuen Songs nicht stecken und das spricht grundstzlich fr die hohe Eigenstndigkeit und Kreativitt der Musiker.
   
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