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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

TEMPLE KOLUDRA - Temple Koludra (EP)
Band TEMPLE KOLUDRA
Albumtitel Temple Koludra (EP)
Label/Vertrieb Eigenproduktion
Homepage www.templekoludra.org
Verffentlichung Mrz 2013
Laufzeit 25:03 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Msste man spontan einige Black Metal-Hochburgen aufzhlen, kme man wohl kaum auf die Idee die hessische Grostadt Frankfurt am Main zu benennen. Diese Tatsache knnte sich aber jetzt auf einen Schlag ndern. Denn seit 2010 existiert genau dort das Duo Temple Koludra, das mit einer ersten und gleichnamigen EP, einen schwarzen und dunklen Ohrenschmaus bietet, dem man sich kaum entziehen kann. Mit fnf mitreienden und stark produzierten Songs, prsentieren sich die beiden Frankfurter/Innen, die hinter ihren Initialen I.H. und M.W. im Verborgenen agieren, nun der ffentlichkeit und bieten dabei hchst professionellen und experimentellen Black Metal, der fern von unhrbarem Chaos, ideenreiche Songstrukturen bietet und so stndig musikalische Hhepunkte vorweisen kann. Eingeleitet wird die EP von tragendem Frauengesngen, die gekonnt und passend aufgelst werden, um schlielich den sgenden, lodernden Gitarrenriffs und rhythmischen Growls den passenden Auftritt zu gewhren. So winden sich die einzelnen Stcke immer wieder zwischen meditativen, sphrischen Elementen, und tosenden, aufbrausenden und brachialen Strukturen, die in ihrer Eintracht ein hchst professionellen Anstrich vorweisen knnen. Dabei verschmilzt die rhythmische und treibende Ordnung immer wieder mit einer dissonanten und wabernden Unordnung, ohne dem Hrer die ntige Orientierung zu rauben. Die wechselnden Sprachfetzen in Norwegisch, Deutsch und Englisch fgen sich dabei gekonnt in das feste, musikalische Fundament ein. So gelingt es Temple Koludra die Aufmerksamkeit ganz auf ihre Seite zu ziehen und ein Werk zu prsentieren, das sich heimlich aber bedeutsam in den Gehirnwindungen festsetzt. Insgesamt also eine Vorstellung, die man sich als Fan experimenteller Schwarzkunst nicht entgehen lassen sollte. Denn schon dieser kleinere Vorgeschmack beweist, dass es sich lohnen wird, auf das erste vollstndige Album zu warten. So werden sich bald wohl einige neu gewonnenen Fans sehr wohl daran erinnern knnen, dass professioneller Black Metal, ganz bestimmt auch aus Frankfurt am Main kommen kann.
   
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