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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

VERSENGOLD - Im Namen Des Folkes
Band VERSENGOLD
Albumtitel Im Namen Des Folkes
Label/Vertrieb Totentanz Records / Alive
Homepage www.versengold.de/
Verffentlichung 25.01.2013
Laufzeit 60:36 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die deutsche Mittelalter-Szene boomt, egal ob metallisch, rockig oder sehr Folk beeinflusst. Seit 10 Jahren sind Versengold aktiv, die wie blich, auf Mittelaltermrkten und Festivals ihr Unwesen treiben. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Combos, adaptieren sie kein traditionelles Liedgut, sondern verfassen mit spitzer Zunge eigene Texte und Musik. Das finde ich persnlich auch besser. Auf dem fnften Album mit dem Wortspieltitel "Im Namen des Folkes" bieten uns die Bremer Mittelaltermusik mit prgnanten akustischen Gitarren, die niemals elektrisch rocken. Auerdem gibt es kein Schlagzeug, es ertnen nur Percussions. Deshalb wirken Versengold weniger brachial, als andere Bands der Szene. Die sozialkritischen Texte im Mittelalterkontext und das Klappcover, mit einer betrgenden, fast nackten Justitia, sind weit entfernt von Klamauk der Sorte Feuerschwanz. Der Gesang steht auch bei der Produktion recht im Vordergrund, wobei mich Snorre Snoerkelfrey zeitweise schon an Eric Fish erinnert. Bei den ppigen 60 Minuten Laufzeit hat der Frontmann aber durchaus Zeit und auch die Chance genutzt zeitweise etwas Eigenstndigkeit einzubringen. Whrend ich Schandmaul fr recht kommerziell ansehe, sind Versendgold eher die "intellektuelle" Richtung, mit Spa an der Musik, was sicherlich auch live fr Bewegung sorgt. Auf jeden Fall ist das Material zeitweise Party tauglich und verspielt- nachdenklich. Dudelsackgegnern knnen aufatmen, da sie hier ihre Ruhe vor dem manchmal sehr nervigen Instrument haben.

Freunde dieses eigentlich recht breit getretenen Genres knnen, wenn sie mit null Bratgitarren auskommen, mit dieser Truppe sicherlich fndig werden!
   
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