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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

INTRONAUT - Habitual Levitations
Band INTRONAUT
Albumtitel Habitual Levitations
Label/Vertrieb Century Media / EMI
Homepage https://www.facebook.com/intronaut
Verffentlichung 15.03.2013
Laufzeit 57:00 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Wenn man unsere Datenbank nach INTRONAUT durchsucht, findet man lediglich eine Rezension zu deren Debtalbum "Void" (2006), die zudem recht ambivalent ausfllt. Es ist also an der Zeit, diese fantastische Band auch bei uns ins rechte Licht zu rcken. In der Zwischenzeit haben die Kalifornier nmlich im Zweijahresrhythmus, mit "Prehistoricisms" und "Valley Of Smoke" zwei weitere Longplayer verffentlicht, die ich sehr schtze. Daher konnte ich das neue Album kaum erwarten, zumal ich diesmal ein Jahr lnger auf neues Futter warten musste. Das Warten hat sich allerdings gelohnt, denn INTRONAUT prsentieren sich auf "Habitual Levitations" deutlich gereift.

Knnte es an der Tour im Vorprogramm von Tool liegen, dass INTRONAUT mich immer mehr an die Kultprogger um Maynard Keenan erinnern? Sicher setzen die Intronauten hnliche Stilmittel ein, als da wren hypnotisierende Rhythmen, vertrackte Arrangements und lakonischen Gesang. Was mich hier so fasziniert, ist wie alle Instrumente, inklusive Vocals, gleichberechtigt nebeneinander stehen und in ihrer Gesamtheit eine Atmosphre kreieren, die gleichzeitig melancholisch und apokalyptisch anmutet. Das ist eine gelungene Mischung aus Prog und Post Rock, aus The God Machine und Mastodon. Dabei klingt der L.A.-Vierer trotz dieser Vergleiche eigenstndig.

Die eigene Handschrift findet sich auch in der Gestaltung des Covers, das sich angenehm vom Travis Smith-Einheitsbrei dieser Tage abhebt und sofort an den Vorgnger erinnert. Der trockene Sound gibt den neun Tracks Raum zum Atmen und sorgt fr die oben beschriebene Gleichberechtigung aller Instrumente. Auf diese Weise kommt insbesondere die Genialitt von Drummer Danny Walker zum Tragen, der sich auf "Habitual Levitations" selbst ein Denkmal setzt. Einzelne Songs herauszuheben fllt mir schwer, da das Album uerst homogen ist, aber das vierte Stck "Sore Sight For Eyes" reprsentiert fr mich alles, was diese Band ausmacht und knnte deshalb als Anspieltipp dienen. In diesem Sinne: Hren - Staunen - Kaufen!
   
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