Navigation
                
23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

VOODOO CIRCLE - More Than One Way Home
Band VOODOO CIRCLE
Albumtitel More Than One Way Home
Label/Vertrieb AFM Records / Soulfood
Homepage www.voodoocircle.de
Alternative URL www.afm-records.de
Verffentlichung 22.02.2013
Laufzeit 53:54 Minuten
Autor Thorsten Schwalbach
Bewertung 13 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Der gute Alex Beyrodt hat sich verdientermaen zu einem der anerkanntesten deutschen Gitarristen entwickelt. War er im ersten Jahrzehnt unseres Jahrtausends eher noch ein Art Geheimtip, der mit SILENT FORCE einige starke Melodic Metal - Platten verffentlichte, ist er in den letzten Jahren mit SINNER, ROCK MEETS CLASSIC und seiner "Stammband" VOODOO CIRCLE, die diese Tage ihr drittes Album "More Than One Way Home" verffentlichte, als Hardrockgitarrist so richtig durchgestartet. Und vorweg, dieses Album rockt von vorne bis hinten und begeistert auf ganzer Linie. Nachdem die ersten Alben eher vom typischen Stratocaster - Sound solcher Acts wie RAINBOW und YNGWIE MALMSTEEN (Debt) bzw. DEEP PURPLE und JIMI HENDRIX (2. Album) geprgt wurden, klingt die Gitarre auf "More Than One Way Home" deutlich fetter. Klar, Alex hat die Les Paul in sein Klangspektrum integriert, deren Sound einfach perfekt mit den neuen Stcken harmonisiert. Passend dazu wurden jede Menge WHITESNAKE - Einflsse der spten 80er / frhen 90er - Jahre eingebaut, wobei die neuen Songs aber eigenstndig genug sind und hier nur beeinflusst und nicht abgekupfert wird. Die ausdrucksstarke warme mittelhohe Stimme von David Readman einschl. einiger typischer Schreie setzt dem Ganzen dabei die Krone auf. Durch die "bekannten" Elemente entstehen Songs, die einem auf der einen Seite angenehm vertraut vorkommen, aber dabei spannend genug bleiben. So soll es sein, so macht das Zuhren Spa.

Los geht das Album mit dem relativ schnellen "Graveyard City", das von Alex mit rockigen Riffs und Melodien geprgt wird. Ein feeling - betontes Solo mit schnellen Parts und gefhlvoller Gesang in David Coverdale - Regionen (die beiden Stimmen hneln sich halt) - fertig ist ein idealer griffiger Opener. Danach wird im bluesigen "Tears In The Rain" mit sehr gefhlvollen Gitarrenmelodien das Tempo gedrosselt bevor es in "Heart Of Babylon" riffbetont und groovig wird. Durch die gekonnten Wechsel von hrteren und eher melodischeren Parts entsteht ein fesselnder Song, der besonders in einigen Schreien dezent an das Feeling der WHITESNAKE - Grotat "Still Of The Night" erinnert. Das folgende "Cry Of Love", zu dem die Band auch ein Video gedreht hat, berzeugt mit prgender Orgel, eingngigem Chorus, abwechslungsreichen Gitarren und einem sehr gefhlvollem Solo. Danach berrascht das ruhige "Alissa" mit Akustikgitarren, die gekonnt mit gefhlvollem Gesang und E - Gitarren harmonisieren. Anschlieend gren in "The Ghost In Your Heart" besonders durch das Zusammenspiel von Orgel und Blackmore - beeinflussten Riff DEEP PURPLE leicht freundlich, bevor im mitreienden "Bane Of My Existence" das Tempo angezogen wird und eingngige Gitarrenriffs regieren. Hier haut Alex ein Solo raus, das an John Sykes in seinen besten Zeiten erinnert. Und genauso abwechslungsreich und gefhlvoll klingt auch der Rest des Albums. Hier knnte man sicher zu jedem Song noch einen Roman schreiben, aber es gilt mal wieder: nichts ersetzt das "Selber - Reinhren".

Sollte die alte Regel immer noch bestand haben, dass das dritte Album ber den Werdegang einer Band entscheidet, braucht man sich um VOODOO CIRCLE mit diesem begeisternden Werk wirklich keine Sorgen machen. Fans der "klassischen" Hardrockbands, Gitarrenfreaks oder einfach alle Freunde gekonnt umgesetzter Rockmusik knnen hier eigentlich nichts falsch machen. Jungs, diese Songs gehren live auf die Bhne. Zum Glck ist ja fr Mai die erste Headlinertour gebucht, auf die ich mich jetzt schon freue...
   
<< vorheriges Review
BLIKSEM - Face The Evil
nchstes Review >>
INNER ODYSSEY - Have A Seat


 Weitere Artikel mit/ber VOODOO CIRCLE:

Zufällige Reviews