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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANCIENT VVISDOM - Deathlike
Band ANCIENT VVISDOM
Albumtitel Deathlike
Label/Vertrieb Prosthetic Records
Homepage www.facebook.com/avvfb
Alternative URL www.ancientvvisdom.com
Verffentlichung 05.02.2013
Laufzeit 40:16 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Die Texaner ernteten vor zwei Jahren mit ihrem ersten Gehversuch "A Godlike Inferno" berwiegend Schelte von Medienseite. Die Musik hatte aber auch so gar nichts mehr mit dem Grindcore und Black Metal der ehemaligen Hauptbands INTEGRITY und IRON AGE zu tun. Nathan Opposition und seine Gefolgsleute haben sich zum Glck nicht davon beeinflussen lassen und bringen passend zur trostlosen Winterlandschaft, eine gelungene Fortsetzung des Konzeptes in Form von "Deathlike" auf den Markt. Geboten wird eine dstere Mischung aus Neo Folk im Stile von TIMBER TIMBRE und 70er-Jahre beeinflusstem Psychedelic Rock. Alleine schon die Instrumentierung macht die Marschrichtung deutlich: Akustische Gitarren, Streicher, unterschiedlichste Percussions, Schellenkranz, Trommeln, Piano usw.

Nach dem Intro ertnt auch schon der erste schaurig-schne Ohrwurm aus den Boxen. In "Let The End Begin" trifft bittere Tragik auf einen Schimmer Hoffnung, der durch den warmen, intensiven Refrain unterstrichen wird. Wenn da der Bass einsetzt, bekomme ich regelmig eine Gnsepelle. Das Titelstck "Deathlike" hat einen hnlichen Effekt. Zugegeben, man kann dem Album vorwerfen, dass sich einige Stcke ein bisschen hneln. Positiv ausgedrckt, handelt es sich um ein Konzeptwerk, da sind wiederkehrende Strukturen durchaus angebracht. So oder so, die Jungs haben sich bei ihrem Sound etwas gedacht und mir gefllt die Kombination aus deprimierender Stimmung und Friedhofsromantik richtig gut. Die Songtexte sind nicht gnzlich frei von Plattitden und Kitsch, dennoch schafft es Nathan immer wieder, mit seiner teils eindringlichen, teils hauchigen Stimme, fr das gewisse Etwas zu sorgen. In "Last Man On Earth" setzt Endzeitwestern-Atmosphre mit einem coolen Blues ein und pltzlich berrascht die Band mit elektrischen Gitarren. Ein feiner Schachzug, denn der spte Einsatz von vereinzelten verzerrten Klngen fhrt zu zunehmender Durchschlagkraft in den letzten vier Liedern. Dieser Spannungsbogen funktioniert auf "Deathlike" wirklich gut und gipfelt in den wohl emotionalsten und strksten Nummern "Never Live Again" und "Here Is The Grave". Fr die ruhigen Minuten, in denen man den Ohren mal eine Pause vom lauten Metal gnnt, ist die aktuelle Scheibe des Ausnahmeprojektes genau das Richtige. Bei mir luft das Teil regelmig. Geheimtipp!
   
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