Navigation
                
25. März 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

X-VIVO - Out Of The Smell Of Decay (EP)
Band X-VIVO
Albumtitel Out Of The Smell Of Decay (EP)
Label/Vertrieb recordJet / new music distribution
Homepage www.x-vivo.de/de
Verffentlichung 25.01.2013
Laufzeit 29:26 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 6 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Die Berliner Industrial Rocker X-VIVO haben eine mutige, aber auch riskante Entscheidung getroffen. Vier Jahre nach ihrem ersten Album "EgoPhobia" bringt die Truppe nicht etwa neues Material an den Start, sondern sechs Remixes von Stcken, die bereits auf dem Erstling vertreten waren. Da mir kein Vergleich vorliegt, kann ich die Unterschiede nicht genau benennen, laut Presseinformationen soll aber zum Beispiel der Elektroanteil stark erhht worden sein. Nach mehreren Umbesetzungen und kleineren Pausen, blasen X-VIVO mit den zwei Neuzugngen Alina (Bass) und Zeus X. Machina (Schlagzeug) 2013 zum Angriff. Die Verpackung stimmt, denn die EP kommt im schicken Digipack mit einfachem aber stimmungsvollem Covermotiv daher.

Die ersten Klnge vom "Reflection"-Digital Pain Remix machen dann direkt deutlich, wo die Reise hingeht: nach einleitenden leisen Tnen, rockt der Fnfer mit einer wuchtigen Mischung aus New Metal, 90er-Jahre Alternative Rock und ganz vielen stampfenden, industriellen Elektroklngen. Dazu gibt es einen verbissenen Shouter und im Kontrast dazu eine zarte weibliche Stimme. Da lassen ganz klar Sngerinnen von Bands wie EVANESCENCE schn gren. Im Prinzip ist das absolut nichts Neues, wren da nicht die teils wirklich fetten, an Dubstep erinnernden Beats und Bsse. Das folgende "Last Drop" funktioniert nach dem gleichen Prinzip, und beinhaltet eine Passage, die sehr stark an LINKIN PARK denken lsst. Durch den Einsatz von vielen dsteren und auch manchmal melancholischen Melodien, sollte man auch einen gewissen Hauch von Gothic nicht unter den Tisch fallen lassen. Bei dem Dirty Vains Remix von "Egophibia" kommen mir direkt die dsterromantischen Sounds der deutschen Industrial Metal Pioniere OOMPH! in den Sinn. Ich glaube, das reicht jetzt auch mit Vergleichen. Es sollte mittlerweile deutlich geworden sein, dass X-VIVO Musik machen, die viele Einflsse verbindet, welche ihnen selber gut gefallen, was ja grundstzlich positiv zu bewerten ist. Doch schaffen es zumindest die Songs vier bis sechs nicht, bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Am Schlimmsten ist dabei "Irrtmer", keine Ahnung was man sich bei dem Gesang und den ganzen berflssigen Verfremdungen gedacht hat. Spa macht die Nummer in dieser Form jedenfalls nicht. Die Idee, einen Konflikt zwischen Emotionen und Technisierung darzustellen, ist gar nicht mal bel, aber an der Umsetzung hapert es noch etwas. Ich wnsche der Band alles Gute fr die Zukunft, vielleicht sollte sie sich etwas mehr auf Eigenstndigkeit konzentrieren, als auf technische Feinheiten, denn diese sind zwar vorhanden, helfen aber nicht gro weiter, wenn die Grundlage nicht wirklich rund ist. Versteht mich nicht falsch, da ist eine Menge Potential vorhanden, es will nur besser genutzt werden.
   
<< vorheriges Review
VISHNU - Nightbeat Love
nchstes Review >>
STRATOVARIUS - Unbreakable


Zufällige Reviews