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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

PRESIDENT EVIL - Back From Hell's Holiday
Band PRESIDENT EVIL
Albumtitel Back From Hell's Holiday
Label/Vertrieb Firefield Records
Homepage www.presidentevil.de/
Verffentlichung 25.01.2013
Laufzeit 53:19 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Nach gut zehn Jahren im Geschft und etlichen Auftritten mit Bands wie MINISTRY, GWAR oder VOLBEAT, kann man die Jungs aus Bremen schon als "alte Hasen" bezeichnen. An mir ist die Kapelle bislang leider vorbeigegangen. Dabei trifft die Mucke auf der neuen Scheibe "Back From Hell's Holiday" im Grunde genau meinen Geschmack. Dreckiger Punk 'n Roll trifft auf groovige Moshparts und klassischen Heavy Metal, sowie das Gespr fr eingngige Songs. Hinzu kommt, dass PRESIDENT EVIL mit dem seit 2010 aktiven Neal McCocker, am Mikrophon einen wahren Glckgriff gettigt haben. Der gute Mann beherrscht seinen Job und kann all die Sparten, denen sich PE annehmen hervorragend mit Gesang versetzen. Ob bei den flotten Arschtret-Nummern, wie das erffnende "Dirty Cage", dem an die Grunge-Bands der frhen 90er erinnernde "Cold Inside", oder dem stampfenden Riffmonster "Black", die Stimme passt immer und variiert je nach Bedarf. Ganz groes Tennis! Zugegeben, bei den ersten Durchlufen musste ich hin und wieder an die derzeitige Rock `n Roll-Metal-Institution VOLBEAT, sowie an Jerry Garcia von KYUSS denken. Doch je fter das Album luft, desto besser stellen sich kleine Feinheiten heraus, die tatschlich eine berraschend eigenstndige Sprache sprechen. Die Band verbindet zwar altbekannte Zutaten, auch aus den Bereichen Stoner Rock oder minimal auch Thrash Metal, aber all diese Einzelteile werden absolut geschickt zu zwlf richtig guten Titeln zusammengeschustert. Die Refrains brennen sich sehr schnell ein und man bekommt bei Hren der Scheibe definitiv Bock auf ein PRESIDENT EVIL-Konzert. Dass groer Erfolg immer mehr eingngige Stcke und massentaugliche Melodien frdert, sieht man an den bekannten Dnen, deren letzte Scheibe genaugenommen nicht mal ansatzweise die Power und die Frische bieten konnte, wie einst Album Nummer eins und zwei. Im Gegensatz zu VOLBEAT sehe ich die Gefahr bei PRESIDENT EVIL nicht. Die Jungs haben sich ihre Position im Laufe der Zeit erspielt und bewahren sich ihre Wurzeln.

Mit "Back From Hell's Holiday" liefert die Truppe nach vier Jahren Studiopause ein lautes, mchtiges Lebenszeichen, dass Rock und Metal-Freunde nicht verpassen sollten. Auch wenn das Werk im Grunde nicht so unheimlich viel Neues bietet, handelt es sich doch um einen der unterhaltsamsten Silberlinge der letzten Wochen/ Monate, der einen Dauerplatz auf meinem MP3-Spieler gepachtet hat.
   
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