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14. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RIVERSIDE - Shrine Of New Generation Slaves
Band RIVERSIDE
Albumtitel Shrine Of New Generation Slaves
Label/Vertrieb InsideOut / EMI
Homepage www.riversideband.pl
Verffentlichung 18.01.2013
Laufzeit 51:01 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Mit ihrem letzten Studioalbum "Anno Domini High Definion" hatten sich RIVERSIDE einen groen Schritt von ihrer atmosphrischen "Reality Dream"-Trilogie entfernt und setzten auf hrtere und hektischere Tne. Zwar stand den Polen auch dies gut zu Gesicht, man vermisste ihren Signaturesound jedoch schmerzlich. Mit der "Memories In My Head"-EP ruderten sie im letzten Jahr krftig zurck und prsentierten sich im alten Klanggewand. Dementsprechend konnte man neugierig sein, wie RIVERSIDE auf ihrem neuen Full Length-Epos klingen wrden, zumal Mainman Mariusz Duda sich mit seinem Soloprojekt Lunatic Soul zuletzt in eine gnzlich andere Richtung entwickelte.

Um es gleich vorweg zu nehmen, ist "Shrine Of New Generation Slaves" fr mich eine gelungene Synthese aus "Anno Domini" und "Reality Dream" geworden. Schon beim Opener "New Generation Slave", der nach einer atmosphrischen Einleitung richtig flott durchstartet, wird dies berdeutlich. Man merkt, dass hier eine gewisse Grooveorientierung Vater des Gedanken war. Wer die Band schonmal live erleben durfte, wei, dass dies gerade auf der Bhne ein Markenzeichen von RIVERSIDE ist. Mit "The Depth Of Self-Delusion", das von Piotr Grudzi?skis wunderschnen Gitarrenharmonien und Dudas emotionalem Gesang lebt, folgt gleich der erste Hhepunkt des Albums.

Insgesamt ist "SONGS" (Welch treffendes Akronym!) unheimlich abwechslungsreich ausgefallen. Sei es das berraschende Klarinettensolo in "Deprived", das orientalische Riff in "Celebrity Touch" oder der clevere Aufbau des Longtracks "Escalator Shrine" (12:41), dieses Album birgt eine Vielzahl von Juwelen, die es zu entdecken gilt. An den Songtiteln lsst sich bereits das lyrische Konzept ablesen, das sich mit dem Phnomen beschftigt, dass viele Menschen sich heutzutage im Hamsterrad ihres Lebens gefangen fhlen und trotz aller modernen Annehmlichkeiten ziemlich unglcklich sind. Da man wieder ins Serakos Studio nach Warschau zurckgekehrt ist, klingt "SONGS" wesentlich dichter als sein Vorgnger. Selbst beim Cover ist man zur altbewhrten Dsterheit der Anfangstage zurckgekehrt. RIVERSIDE sind strker als je zuvor und treten mit diesem Album endgltig aus dem Schatten ihrer vermeintlichen Vorbilder Porcupine Tree.
   
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