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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRIEF OF EMERALD - It All Turns To Ashes
Band GRIEF OF EMERALD
Albumtitel It All Turns To Ashes
Label/Vertrieb Non Serviam Records
Homepage www.griefofemerald.se/
Verffentlichung 03.12.2012
Laufzeit 40:25 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Aus Schweden erreicht uns dieser Tage ein weiteres Lebenszeichen der bereits seit 1990 aktiven Schweden (frhere Bandnamen: MANDATORY, EMERALD). Die Truppe frnt nach wie vor einem Mix aus symphonischem Death und Black Metal. Die antichristlichen Inhalte der Texte werden schon durch das nette Covermotiv gut veranschaulicht. Sobald das erste Stck "And Yes It Moves" aus den Boxen erklingt, hat auch der letzte verstanden, dass GRIEF OF EMERALD sich einem recht keyboardlastigen Sound verschrieben haben. Trotz der recht dominanten Melodien, schafft es die Schwarzwaren-Kapelle durchgehend, einen recht hohen Hrtegrad zu erreichen. Das liegt zum einen an immer mal wieder aufkommenden, kompromisslosen Blastbeateinlagen und aggressiven Ausbrchen, sowie am dmonischen Geschrei des Frontmannes Johnny Lehto. Letzterer wirkt auf Dauer ein bisschen eintnig, was leider auch auf ein paar der neun Stcke zutrifft. Mit "God Of Carnage" geht es direkt flott weiter, das Hauptriff bleibt doch tatschlich ganz gut hngen und erinnert entfernt an das allseits beliebte "Phantom Der Oper"-Thema. Dennoch geht mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, dass es sich hier um ein, fr mich, wenig spektakulres Treffen von eingngigem Todesblei und DIMMU BORGIR handelt. Die Nummer "Cage Of Pain" htte im Grunde eins zu eins von den Nachbarn aus Norwegen stammen knnen. Wenn der immer prsente Orgelsound nicht gerade die Melodie bestimmt, dudelt er quasi die ganze Zeit im Hintergrund. Das ist natrlich alles Geschmackssache, ich htte mir da aber auf jeden Fall etwas weniger gewnscht. Erwhnenswert sind noch die beiden Stcke "Warstorms" und "Stormlegion", die im Vergleich zum Rest der Scheibe bedeutend vertrackter, abwechslungsreicher und grundstzlich spannender erscheinen. Hier gibt es zahlreiche Tempo- und Rhythmuswechsel zu erleben. Am ehesten knnte man da vielleicht BEHEMOTH als Vergleichsband heranziehen. Statt der vielen Ausflge in melodisch-eingngige Gefilde, sollten sich GRIEF OF EMERALD vielleicht mehr auf diese brutale und viel interessantere Seite verlassen, die beiden angesprochenen Vertreter gefallen zumindest mir, mit Abstand am besten. "It All Turns To Ashes" ist sicherlich nicht schlecht, aber als Ganzes betrachtet, fehlt mir da etwas Eigenstndigkeit und Mut zum Risiko. So bleibt nur ein weiteres, zugegebenermaen ziemlich hartes und ganz ordentliches, Symphonic-Black/Death-Scheibchen mit altbekannten Zutaten.
   
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