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20. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

WILDESTARR - Tell Tale Heart
Band WILDESTARR
Albumtitel Tell Tale Heart
Label/Vertrieb Scarlet Records/Soulfood
Homepage www.wildestarr.com
Verffentlichung 03.12.2012
Laufzeit 48:28 Minuten
Autor Martin Stark
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Konzept-Alben ber das zweifelsohne bahnbrechende und Genre-kreierende Schaffen des englischen Grusel-Pioniers Edgar Allen Poe sind heutzutage nun nicht gerade eine innovative Sache, aber im Falle der Amis von Wildestarr doch zumindest eine richtig runde. Der ehemalige Vicious Rumours-Bassist Dave Starr und seine Angetraute (!), die Sngerin, Keyboarderin und Produzentin (!!) London Wilde (!!!) sowie Drummer Josh Foster liefern ein sehr, sehr ordentliches US-Metal-Scheibchen ab, das gleichermaen rockt und atmosphrische Dichte besitzt. Starr bedient bei Wildestarr jedoch mittlerweile die Gitarre und kann den epischen und treibenden Kompositionen ebenso seinen Stempel aufdrcken wie Frau Wilde an den Vocals, die ber weite Strecken kraftvoll, variantenreich und emotional klingen. Das Zweitwerk der Amerikaner - das Debt "Arrival" erschien 2009 und ist dem Rezensenten bislang leider (noch) unbekannt - setzt mehr als nur eine Duftmarke. Die Band schafft es zehn eigenstndige Nackenbrecher auf die Beine zu stellen, die sich praktisch nicht im Ansatz wiederholen.
Freunde amerikanischen Metals mit deutlichen Judas Priest-Anleihen sollten "Tell Tale Heart" ein Ohr schenken, denn der Dreier besticht durch eine sehr dichte Produktion, abwechslungsreiches Songwriting und erstklassige Umsetzung. Die der Thematik angemessene, dstere Atmosphre sowie die musikalische Umsetzung knnen beeindrucken. Wildestarr besitzen Charme und Eigenstndigkeit - freilich ohne das Rad neu zu erfinden. Schnelle Nackenbrecher stehen neben bsartig langsamen und dezent getragenen Stcken. Ausflle sucht man praktisch vergeblich. Und mit dem etwas ruhigeren "Valkyrie Cry" und dem epischen "Seven Shades Of Winter" finden sich mindestens zwei berragende Songs auf "Tell Tale Heart". Ein weiterer lohnenswerter Anspieltipp ist das mchtige "The Pit And The Pendulum". Auch das schaurig-schne Coverartwork mit blutendem Raben passt wie die berhmte Faust auf Auge. Aber trotz allem Lob ist sicher insgesamt noch ein (ganz klein) wenig Luft nach oben. Dennoch gewinnen Wildestarr den (naheliegenden) Vergleich mit den stilistisch und stimmlich hnlich gelagerten Holy Hell und Benedictum jedoch mhelos.
An einem geeigneten Live-Line-Up wird gerade gebastelt, also Augen oder besser gesagt Ohren auf! Wildestarr: Eine recht angenehme berraschung zum Ende des Jahres, das in Sachen US-Metal oder auch Power Metal im Vergleich zu den fetten Vorjahren wahrlich nicht allzu viel bereithielt.
Amtliche Platte!
   
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