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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

MAINPOINT - Black Traveller
Band MAINPOINT
Albumtitel Black Traveller
Label/Vertrieb Dritte Wahl Records / Soulfood
Homepage www.mainpoint.de
Verffentlichung 05.10.2012
Laufzeit 43:19 Minuten
Autor Verena Jurawitz
Bewertung 7 von 15 Punkten
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Die auf 16 Jahre musikalisches Schaffen zurckblicken knnenden Rostocker MAINPOINT beschreiben sich selbst als Goth'n' Roll Band mit Hitpotential. Das mit dem Hitpotential kann ich getrost unterschreiben, sind doch einige Stcke auf ihrem mittlerweile 6. Silberling sehr bersichtlich und teilweise einfach gestrickt. Zudem bietet man Refrains die zum Mitsingen nicht gerade hinterrcks einladen. Ob es nun von Vorteil ist solche - fast schon mainstreamfreundliche und radiotaugliche - Parts zu prsentieren sei 'mal dahingestellt. Auch wenn man so seine Fangemeinde definitiv vergrern kann und leichter animiert bekommt lauthals Untersttzung zu bieten, so denke ich doch, dass es aus knstlerischer Sicht etwas zu simpel oder unausgegoren ist. Das durchaus vorhandene Potential wirkt nicht richtig ausgeschpft, aber gut, es scheint ja so gewollt zu sein und damit auch gelungen.
Wer beim Lauschen von CDs gerne im Booklet herumblttert darf das hier ausgiebig tun denn die Reihenfolge auf dem Longplayer stimmt nicht mit den abgedruckten Texten im Begleitheft berein, also: Frhliches Herumgeblttere zum Mitlesen der jeweiligen Stcke. Mich persnlich strt es nicht, frage mich nur gerade ob das geplant war und wenn ja, aus welchen Grnden man das so handhabt, gibt es ja doch fter. Wer das wei darf mir das gerne erzhlen.
Wie dem auch sei, der Snger hat eine tiefe, weiche Stimme welche von den Gitarren mit gefhlvollen bis krftigen, aber nicht zu schnellen Riffs begleitet wird. Die Keyboarderin zeigt nicht nur dass ihr Instrument eine Vielfalt an Sounds besitzt, nein auch ihren Gesang lsst sie im Hintergrund erklingen.
Insgesamt wei das Quintett zwar schon wie sie ihre Instrumente zu bedienen haben, aber Titel sechs, "Freedom" zum Beispiel hat mich nicht gerade vor Freude fast weinen lassen. Was diese bertrieben frhliche und wirklich einfache Tonfolge mit Gothic oder Rock'n'Roll zu tun haben soll entzieht sich komplett meinem Verstndnis. Direkt darauf folgt mit "Gold Rush" tatschlich Rock'n'Roll oder sogar Hardrock, nur um daraufhin einen tatschlichen - und gar nicht so blen - Doom-Goth-Song rauszuhauen. Mh. Das verwirrt mein Gefhl fr Zusammengehrigkeit und das soll doch keine Compilation sein... Als ich gelesen habe man wrde Gothic, Metal und Rock'n'Roll vereinen dachte ich es ginge dabei um den Stil insgesamt, nicht um gesamte, oder Schnipsel der Stcke. Wer die drei Spielarten jedoch im Wechsel hren mag ist hier gut aufgehoben.
Mein persnliches Fazit an die Band: Wenn ihr nicht auf ein breit gefchertes Publikum angewiesen seid und ihr euch innerhalb der Band einigen knnt: Lasst das mit dem Genre-Potpourri. Entscheidet euch fr eine Richtung. Gerne Gothic mit Einflssen aus dem Doom. Bei dieser (!) Stimme und der Instrumentierung perfekt.
   
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