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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANAAL NATHRAKH - Vanitas
Band ANAAL NATHRAKH
Albumtitel Vanitas
Label/Vertrieb Plastic Head / Soulfood
Homepage de-de.facebook.com/anaalnathrakhofficial
Alternative URL www.myspace.com/anaalnathrakh
Verffentlichung 19.10.2012
Laufzeit 39:13 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Lange Zeit vom eigentmlichen Namen abgeschreckt, gab ich den Briten von Anaal Nathrakh (was soviel wie "der Atem der Schlange" bedeutet und halt nichts mit Popos zu tun hat) vor einigen Jahren eine Chance, die ich nicht bereuen sollte. Seitdem gehrt das radikale Duo zu meinen Lieblingsbands, wenn es um kompromisslosen Krach der Gteklasse A geht.
Dave Hunt, den meisten unter euch wahrscheinlich als Snger von Benediction bekannt, strapaziert hier unter dem Pseudonym V.I.T.R.I.O.L. seine Stimmbnder. Was der Mann auf dem siebten vollstndigen Anaal Nathrakh Album "Vanitas" vollbringt hat jedoch absolut nichts mit Benediction zu tun. Gemeinsam mit Mick Kenney (hier als Irrumator unterwegs), der sich fr den kompletten Rest der Instrumentierung verantwortlich zeigt, werden die Pforten der Hlle aufgerissen. Was zunchst absolut reierisch klingt kommt dem Kern der Sache jedoch ziemlich nahe. In smtlichen Medien gerne und schnell als Mischung aus Black Metal und Grindcore abgestempelt, wird man den beiden Ausnahmemusikern damit nur bedingt gerecht (ok, ich selbst bezeichne die Band gerne als Emperor auf Amphetaminen).
Keine andere Band schafft es derart homogen, pure Raserei, musikalischen Terror und Hass mit erhabenen Melodien und groem Ohrwurm-, ja fast Hitcharakter zu vereinen. Sptestens seit den beiden "Hell Is Empty And All The Devils Are Here" (2007) Krachern "Der Hlle Rache kocht in meinem Herzen" und "The Final Absolution" musste man sich wohl eingestehen, dass es genau diese Rezeptur ist, die bei den Fans zndet, und so hat man die Formel konsequenterweise beibehalten und auf "Vanitas" perfektioniert.
Gab es frher wirklich Grund zu meckern, dann den, dass die genialen Kompositionen nicht immer mit dem gnstigsten Sound gesegnet waren. Auch hier wurde Abhilfe geschaffen. Jeder der 10 Monstren auf "Vanitas" zerhackstckt den gewillten Fan mit chirurgischer Przision und wird ihn nach mehr flehen lassen. Anspieltipps erbrigen sich, wenngleich "You Can't Save Me, So Stop Fucking Trying" mit seinen elektronischen Spielereien und selbst fr Anaal Nathrakh ungewhnlich perversen Schreien etwas aus dem Rahmen fllt (aber definitiv nicht weniger gefllt).
Was fr ein Fest.
   
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