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18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

EIS - Wetterkreuz
Band EIS
Albumtitel Wetterkreuz
Label/Vertrieb Prophecy Productions / Soulfood
Homepage the-eis-reich.de/
Verffentlichung 28.09.2012
Laufzeit 48:21 Minuten
Autor Steffi Mller
Bewertung 13 von 15 Punkten
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Die beiden Black Metal-Akteure Alboin und Marlek mussten im Jahre 2011 nicht nur die Austritte einiger ihrer Mitmusiker verkraften, sondern auch ihren Band-Namen Geist gnzlich begraben. Mit dem neuen Namen "Eis" und als musikalisches Duo wird die Geschichte aber nun, drei Jahre nach der letzten Verffentlichung, erfolgreich weitergefhrt. Die Jungs knnen mit Recht behaupten, dass ihnen die Umstrukturierung und Umbenennung keinesfalls geschadet hat. Denn das, was von dem neusten Werk "Wetterkreuz" durch die Boxen dringt, ist anspruchsvoller, mitreiender Black Metal, der den Hrer in eisige und dunkle Abgrnde zieht. Whrend die CD mit einem treibendem Schnee-Sturm beginnt, der von gesprochenen, einprgenden Versen Klaus Kinskis begleitet wird, wird man als Hrer bereits in die kalte und gelungene Atmosphre gezogen. Klar produziert und wuchtig steigen die folgenden Riffs und Texte von "Mann Aus Stein" durch die Boxen und berzeugen dabei mit einer gewissen Rohheit, die an die alte Zeit nordischer Vorbilder erinnern lsst! Dabei versuchen Eis glcklicherweise nicht unntig geknstelt, besonders individualistisch oder avantgardistisch zu klingen. Nein, hier regieren noch gewohnte, treibende Blast-Beats, gradlinige Riffs und gekonnt Shouts, die aber mit besonderen musikalischen und technischen Raffinessen, trotzdem eine ganz eigene Atmosphre erzeugen knnen. Und so erstrahlen die einzelnen Songs mit einer gewissen eigenstndigen Note, ohne ihren Black-Metal Ursprung gnzlich zu verlieren! Wer also immer noch glaubt, dass schwarz angehauchter Metal nur aus den nordischen Gefilden zu uns dringen, und keinesfalls aus Deutschland stammen kann, sollte sich von Eis bekehren lassen. Denn "Wetterkreuz" bietet alles das, was bei manchen anderen Verffentlichungen der letzten Monate leider zu kurz gekommen ist. Hier wird das Wort Atmosphre noch gro geschrieben, ohne dabei die Notwendigkeit von gradlinigen und drohenden Gitarren-Riffs und treibenden Rhythmen zu vernachlssigen! Ein Album mit groer Wirkung und mit hoher Spielkunst, plus dem passenden Beweis, dass Black Metal traditionell aber trotzdem erfrischend "neu" klingen kann! Klasse!
   
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