Navigation
                
19. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SYLOSIS - Monolith
Band SYLOSIS
Albumtitel Monolith
Label/Vertrieb Nuclear Blast Records / Warner Music
Homepage www.sylosis.com/
Alternative URL https://www.facebook.com/sylosis
Verffentlichung 05.10.2012
Laufzeit 72:35 Minuten
Autor Marc Fischer
Bewertung 11 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Darf man eine seiner Lieblingsbands besprechen, neigt man ja schon schnell dazu, die Fanbrille einerseits auf den Ohren zu haben, oder aber, dass man schnell berkritisch wird. Im Falle der englischen SYLOSIS ist es beim neuen Monolithen wohl eher Zweiteres. Sptestens seit dem Vorgnger-Album "Edge Of The Earth" wei jeder, zu welcher Qualitt das Quartett aus dem britischen Reading fhig ist.
Die Spielfreude, die noch die Vorgnger ausgezeichnet hat, vermisst man ein kleines bisschen auf dem neuen Langeisen. Es setzt sich das Gefhl durch, dass die Band auf ihrem hohen Level hier nicht mehr gemacht hat, als ntig, sondern dass man sich hier eher auf die Geschwindigkeit und die technische Versiertheit verlassen hat. Das wir uns nicht falsch verstehen: das ist Klagen auf sehr, sehr hohem Niveau, dem sich SYLOSIS in meinen Augen aber nun mal stellen mssen, eben weil sie die Messlatte selber so hochgelegt haben.
Ich will gar nicht so weit gehen und der Band eine gewisse Einfallslosigkeit vorwerfen, aber bei ein, zwei Liedern beschleicht mich das Gefhl, den ein oder anderen Gitarrenpart so hnlich schon mal gehrt zu haben. Wie zum Beispiel der Refrainpart in "All Is Not Well", wo das Riff klingt, wie eine Modifizierung aus dem Ende von "Last Remaining Light" vom Conclusion-Album. Oder das Intro des Titeltracks "Monolith", welches so hnlich schon in "Procession" verwendet wurde. Und fr "A Dying Vine" lieh man sich fr das Solo wohl mal kurz ein paar Tne aus Arch Enemys "Nemesis".
Andererseits muss man auch konstatieren, dass die Intensitt und die Arrangements wieder absolut passen und voll treffen. Die Soli von Snger Josh Middleton suchen nach wie vor ihresgleichen und vor allem die Passagen, wo es "ruhiger" wird, wo die Saiten eher gezupft werden, sind wieder unglaublich gut getimed und umgesetzt. Auch Middletons Stimme ist (wieder mal) in den richtigen Momenten druckvoll und prsent und hat sich noch ein wenig verbessert zum Vorgnger.
Im Song "What Dwells Within" scheint immer mal wieder ein kleiner Keyboard-Einspieler durch, der eigentlich genau den Tiefgang wieder spiegelt, den ich an sich auch komplett fr "Monolith" erwartet htte. Der sich aber leider nicht durch die komplette Scheibe zieht.
Es ist ein absolut berdurchschnittliches Thrash-Metal Album; ohne Frage. Aber letzten Endes fehlt mir irgendwas. Habe ich doch irgendwie mehr erwartet. Es ist natrlich absolut mglich, dass der Fehler bei mir liegt.
Vielleicht lsst man sich beim nchsten Mal aber auch einfach mehr Zeit, als lediglich zwlf Monate bis zum nchsten Album. Auch wenn es fr den Fan eine tolle Sache sein mag, dass er schon so schnell wieder was Neues auf die Ohren bekommt. Da nehme ich mich auch nicht aus. Aber dann setze ich mich wirklich lieber ein halbes bis ganzes Jahr auf Entzug und drehe dann wenigstens wieder vollends durch und geh allen damit auf den Sack, wie geil SYLOSIS doch sind.
   
<< vorheriges Review
SEKORIA - Iter Stellarum
nchstes Review >>
KISS - Monster


 Weitere Artikel mit/ber SYLOSIS:

Zufällige Reviews