Navigation
                
22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRIP INC. - Incorporated
Band GRIP INC.
Albumtitel Incorporated
Label/Vertrieb SPV
Homepage www.spv.de/...
Verffentlichung 15.03.2004
Laufzeit 48:15 Minuten
Autor Rafael Hofmann
Bewertung 12 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Wie beschreibt man eine Legende? Was soll man zum Pionier des modernen Metal-Druming noch lobhuddelnd sagen? Frei nach dem Motto "Gut Ding will Weile haben" haben sich die drei schlauen Kpfe von Grip Inc. Im letzten Jahr zusammengesetzt und ein Album eingespielt, was Seinesgleichen sucht. Die Federfhrung behielt dabei stets der kreative Kopf der Band Waldemar Sorychta, der die international besetzte "IG Heavy Metal" Grip Inc. mit neuen Ideen versorgte.
Die neuen Platte ist ausdrucksstrker und abwechslungsreicher als alle zuvor von mir gehrten Alben von Grip. Schon der Song "Curse (of the cloth)" zeigt die vielfltig verwendeten Facetten, die das Album zu bieten hat. Sofort wird der nichtsahnende Hrer mit einer Wand von Sound berrollt, die unvermittelt und bsartig die Speaker einer jeden Stereoanlage attackiert. Solche Anfnge sind mir zuletzt beim aktuellen Strapping Young Lad-Album untergekommen. Einfach monstrs feeeeeeeeett! Besonders attraktiv und originell finde ich die Verwendung einer klassischen Gitarre, die sich mit dem immer wiederkehrenden Soundgewitter abwechselt. Eben diese Gitarre leitet auch mit aufdringlich spanischem Flair den Song "Enemy Mind" ein. Eine sehr, sehr gelungene Vorstellung, wie ich finde. In "(Built to) Resist" findet hingegen im Stil von Apocalyptica ein Cello Verwendung, was sowohl klanglich als auch unter dem Gesichtspunkt des Abwechslungsreichtums wertvoll ist. "The Gift" ist in meinen Augen das Meisterstck der CD, da dort der gute Dave Lombardo mit Groove hantiert, wie es kein zweiter Drummer im Metal zu tun pflegt. Gitarren fgen sich perfekt in das Klangbett der mannigfaltigen Samples. Der Sound des Albums ist Geschmackssache. Zum einen ist die CD fr meinen Geschmack sehr steril und trocken abgemischt, wirkt somit sehr kompakt und digital. Dadurch ist der Sound aber auch in jeder Lebenslage wunderbar druckvoll und beginnt (auch bei hohen Lautstrken) nicht zu schwimmen, denn diese Musik sollte man laaaaaaaaut hren. That's what it's made for! Die Stimme von Gus Chambers klingt wie eh und je charismatisch und kraftvoll, wobei der Soundengineer hierbei etwas viel Chorus verwandt hat, um Gus in's rechte Licht zu rcken.
Mein Fazit: Wer "Nemesis" und "Solidify" stark fand, der wird dieses Album lieben. Es ist die konsequente Weiterentwicklung nach fnf Jahren Abstinenz, die genau an das anknpft, was ich persnlich noch live auf dem Dynamo 2000 erleben durfte. Beim Hren dieser Platte kommt es mir nicht ansatzweise so vor, als seien da schon wieder einige Jahre in's Land gezogen, die zwischen der groartigen Liveperformance und dem aktuellen Album lgen. Also: Wenn ihr dieses Review gelesen habt, zieht sofort los und wendet euch an den nchsten Plattenhndler eures Vertrauens und erleichtert ihn um diese Platte! LOOOOOOOOOOS!
   
<< vorheriges Review
NASTY SAVAGE - Psycho Psycho
nchstes Review >>
EMPTY TREMOR - Alien Inside


Zufällige Reviews