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24. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SETHERIAL - Endtime Divine
Band SETHERIAL
Albumtitel Endtime Divine
Label/Vertrieb Regain Records
Homepage www.setherial.com
Verffentlichung 02.06.2003
Laufzeit 43:36 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Wer ist die beste Black Metal Band wo gibt?? Wer jetzt nicht fanatischen Blickes hysterisch SETHERIAL!!!!! schreiend vor dem Bildschirm niederkniet, braucht erst gar nicht weiterzulesen, denn da dulde ich keinerlei Diskussion.
Lange, lange ist's her, genauer gesagt ber vier Jahre (das krzlich erschienene From the Ancient Ruins nicht mitgerechnet), dass uns der schwedische Zerstrer mit einem Album beglckte und zeitweise hatte ich die Hoffnung auf neues Material aus dem Hause SETHERIAL schon aufgegeben. Aber dann kam doch alles anders, Endtime Divine, so der Titel des neuen Opus, schickte sich doch noch an, die Unglubigen in des Staub zu fegen. Und das sollte dem Album auch problemlos gelingen, immerhin haben wir es hier mit der konsequenten und nicht minder kompromisslosen Fortsetzung von Hell Eternal zu tun. Wo andere Truppen sich zu Beginn einer CD in wabrigen Intro-Klngen verlieren, zeigen SETHERIAL von der ersten Sekunde an, was einen im folgenden erwartet: Hochgeschwindigkeits Black Metal mit eiskalt sirrenden Gitarren in bester schwedischer Manier, kombiniert mit brachialen Nonstop-Blasts und der ein oder anderen subtilen Melodie. Snger Wrath, neuerdings zu Wrathyr mutiert, gibt ebenfalls sein bestes, um das Inferno mit seiner charakteristischen Stimme zu veredeln.
Los geht die gttliche Endzeit mit einem Mark und Bein erschtternden Urschrei nach Ma, die Crimson Manifestation kommt ber einen wie ein erbarmungsloser Blizzard, dicht gefolgt von The Underworld, das mit einem genialen Break glnzt, den man echt gehrt haben muss! Im folgenden Subterranean erlaubt man sich dann den ersten kurzen Ausflug Richtung Melodie, der allerdings genauso abrupt wieder zerfetzt wird, wie er eingesetzt hat. ... Of Suicide ist dagegen insgesamt etwas langsamer und aufmerksame Hrer werden in der Mitte ein Sample entdecken, das auch schon MISTELTEIN auf ihrem Debt verbraten haben: I was born to murder the world... Leichte DISSECTION-Anleihen sind hingegen im Auftakt von Entity of Night zu finden, genial an diesem Stck ist aber besonders das Break in der Mitte, das mit cleanen Gitarren in bester Nord...-Tradition aufgefllt wird, da kommt Freude auf! Im anschlieenden The Night of all Nightsgeht SETHERIAL stellenweise wieder etwas melodischer zu Werke und bietet einen weiteren kurzen grandiosen Break, der perfekt vom wuchtigen Bassspiel vom zurckgekehrten Original-Basser und Sasrof-Ablser Zathanel untersttzt wird. Der erst und einzigeste Song auf Endtime Divine, der es wagt mal im Midtempo und nicht im Vollgas-Gemetzel zu beginnen, ist der Titeltrack. Wie man sich denken kann hlt diese vermeintliche Verschnaufpause aber nicht besonders lange an, hehe... Transformation legt anschlieend klar MAYHEM-beeinflusst los, geht dann in eine klassische Doublebass-Attacke ber um wenig spter dem letzten Track namens Storms das Feld zu rumen. Hier werden nochmals alle Register gezogen, inklusive der klaren Gitarrenlinien, die hier allerdings wesentlich versteckter auftreten. Schlielich wird mit den letzten dreiig Sekunden der Kreis zum Ende des ersten Stckes mit den sich wiederholenden, bedrohlichen Schreien von Wrathyr geschlossen.
Der brllt im brigen keine platte Satans-Verse in den ther, sondern vielmehr okkulte, fast schon poetische Texte, die oft im Reimformat gehalten sind und sich, wie der Titel schon verspricht, mit dem Ende der Welt, der Dunkelheit, dem Bsen und -natrlich- dem Gehrnten beschftigen. Einzigster Wermutstropfen an Endtime Divine ist fr mein Gutdnken das vom Necrolord geschaffene Artwork und insbesondere das abgedruckte Hochglanz-Corpsepaint-Foto, das die mystische Aura von einst irgendwie vermissen lsst. Hier kann man aber geteilter Meinung sein und immerhin ist das Layout dennoch weit besser als das vieler Kollegen.
So, genaug gesabbelt, wenn ihr bis hierhin gelesen habt wisst ihr hoffentlich was zu tun ist!! Und wer sich fragt, warum es nicht die Hchstnote gibt, dem sei gesagt, dass sich SETHERIAL immer noch an sich selbst und an ihrem Referenzwerk Nord... messen lassen mssen (zumindest von mir) und dass das vermutlich fr alle Zeit unerreicht bleiben wird.
   
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