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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

NETTLECARRIER - NettleCarrier
Band NETTLECARRIER
Albumtitel NettleCarrier
Label/Vertrieb Indie Recordings/ Edel
Homepage www.facebook.com/nettlecarrier.satan
Alternative URL www.myspace.com/nettlecarrierofdoom
Verffentlichung 21.09.2012
Laufzeit 39:13 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Die norwegische Band NETTLECARRIER existiert schon seit acht Jahren. Eine Albumverffentlichung ist dabei bis zum aktuellen, selbstbetitelten Debt nicht rumgekommen. Das Trio setzt sich aus Profis der skandinavischen Black Metal-Szene zusammen, am bekanntesten ist wohl Snger und Bassmann Mannevond, der hauptberuflich mit KOLDBRANN und URGEHAL unterwegs ist. In einer Zeit, in der sich immer mehr Kapellen am Rande der Sparte austoben und unterschiedlichste Einflsse in die Schwarzware einflieen lassen, besinnen sich NETTLECARRIER auf die Wurzeln des Ganzen und hauen uns mit ihrem Album, knapp 40 Minuten lang, ihren kalten, nordischen Sound um die Ohren.
Hier herrscht satanisches, episches Geschrammel, wie es auch von den frhen IMMORTAL htte kommen knnen. Die Gitarrenlufe erfllen im Grunde jedes Klischee und machen vielleicht gerade deswegen eine Menge Spa. Zudem rumpelt das Schlagzeug von Dirge Rep (ebenfalls ein alter Hase) herrlich vor sich hin. Wenn ihr auf die alte Schule steht, dann sollte die Scheibe was fr euch sein. Viele der groen Bands der 90er-Jahre sind ja mittlerweile erwachsen geworden oder verffentlichen zu glatte Produktionen. NETTLECARRIER stehen irgendwo in der Mitte, denn die Scheibe klingt zwar nicht nach Untergrund, ist aber dennoch rau genug, um als absolut zeitlos durchzugehen. Wenn man doch eine weitere Musikrichtung erwhnen msste, wre dies Doom Metal. Die Band wechselt auch innerhalb der Stcke, zwischen rasantem Geknppel und schleppenden, bedrohlichen Passagen im Stil von BLACK SABBATH. Zugegeben, als Ganzes bietet das Debt wenige berraschungen, sicherlich hat man die meisten Zutaten schon mal auf anderen Produktionen norwegischen Ursprungs gehrt. Andererseits fllt mir auf Anhieb kein aktuelles Album ein, welches die zweite Black Metal Welle so konsequent abfeiert. Meine Anspieltipps sind das erhabene "Naar Han Vaakner", sowie das zweite Stck "Paa Vaare Paaler deres hoder", bei dem die Lufe der Leadgitarre phasenweise original nach Surf-Mucke klingen. Das ist wirklich mal cool. Ansonsten sucht man hier groe Innovationen vergebens. Wer vorher wei, worauf er sich einlsst und den traditionellen, dsteren Klngen nicht abgeneigt ist, knnte mit "NettleCarrier" auf jeden Fall Spa haben. Lasst euch nicht vom relativ den Covermotiv abschrecken.
   
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