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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

LUNARIS - Cyclic
Band LUNARIS
Albumtitel Cyclic
Label/Vertrieb Elitist/Earache/SPV
Homepage www.lunarisweb.com
Verffentlichung 22.03.2004
Laufzeit 50:45 Minuten
Autor Andre Kreuz
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Wenn im Infoschreiben zu neuen Releases mit Sprchen wie "new wave of intellectual black metal" um sich geschmissen wird, kann man den Inhalt der zugehrigen CD meistens gleich in die Tonne kloppen. Anders erfreulicherweise bei den Norwegern LUNARIS, die mit "Cyclic" ihr Zweitwerk an den Mann bringen wollen.
Die Basis dieses metallischen Ergusses liegt im atmosphrischen, schnellen Black Metal, der in den Breaks Gesellschaft von schleppenden Death Metal-Walzen bekommt. Damit alleine wre der CD aber mehr als Unrecht getan, weswegen die Songs im einzelnen genauer unter die Lupe genommen werden sollen: Der Opener "Mendacities of a Corporate Messiah" erffnet den Reigen mit einem klassischen Black Metal-Gewitter, den erwhnten todesmetallischen Einflssen und beinahe hypnotischen Sample-Einspielungen. Ohne Zweifel ein Auftakt nach Ma! Schwcher kommt dann "I.A.D" aus den Speakern geschossen, was weniger an der progressiven Ausrichtung und den coolen spacigen Keyboards liegt, die das Stck ein wenig in Richtung DIMMU BORGIR's "Strmblast" rcken, als vielmehr am miesen hohen Klargesang, der zum Einsatz kommt. Erwhnenswert ist vielleicht noch, dass hier kein Geringerer als Steve DiGeorgio (TESTAMENT, DEATH u.a.) fr den Bass zustndig ist. "Lessons in Futility" prsentiert die Band dann wieder in modernen Schwarzmetall-Gefilden, die an Finesse spten EMPEROR in nichts nachstehen. Hier herrscht dann auch wieder wunderprchtiger Keifgesang. Der folgenden Titletrack beginnt als brutale Death Metal-Schote und zeigt durch die tollen Breaks einmal mehr, dass hier wahre Knner - sowohl songwriterisch als auch instrumentaltechnisch - am Werke sind. Der berkracher folgt nun in Form von "Slaves of Opinion", der nach dem ungewohnt ruhigen und sanften Auftakt vor allem durch die orientalisch (!) anmutenden Melodien im Hauptteil begeistert. "When it Ends" enthlt dann den wahrscheinlich schnsten Lead der CD, whrend die Drums von Asgeir Mickelson (BORKNAGAR) eingekloppt wurden."Casualties of Piece" weist neben dem dominierenden Gekeife und den gelegentlichen Growls wieder Klargesang auf, der hier allerdings berzeugender, weil druckvoller, rberkommt. Mit dem ersten von zwei in norwegisch gehaltenen Tracks knppelt "Altruismens Gravl" nach einem langen und besinnlichen Auftakt wieder ordentlich schnell los, whrend es sich inhaltlich mit einer in Norwegen wohl recht bekannten theologischen Diskussion beschftigt. Man sieht also, dass auch bei den Texten nicht an Tiefgang gespart wurde. Nach dem fr LUNARIS-Verhltnisse straighten "In Nothing", endet "Cyclic" dann mit "Mot Natt", dem wohl klassischem nordischem Black Metal nchsten Stck der Platte, das im brigen auch das krzeste ist. Ein abschlieendes, als Hidden Track getarntes Outro lt einen mehr als begeisterten Rezensenten zurck!
Fazit: In einem hat das Infoschreiben letztlich doch recht: Man braucht definitiv mehrere Anlufe, um mit "Cyclic" warmzuwerden. Dann aber wird man mit einem Stck Extrem-Metal belohnt, das einen so schnell nicht wieder loslsst, denn die Langzeitwirkung ist mehr als garantiert! Wer mitreden mchte, kommt an LUNARIS kaum vorbei.
   
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