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22. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

CHAOSWEAVER - Enter The Realm Of The Doppelgänger
Band CHAOSWEAVER
Albumtitel Enter The Realm Of The Doppelgänger
Label/Vertrieb Napalm Records / Edel
Homepage www.chaosweaver.info/
Veröffentlichung 29.06.2012
Laufzeit 48:53 Minuten
Autor Steffi Müller
Bewertung 11 von 15 Punkten
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Eine ganz neue Metal-Art wollen die vier maskierten und verkleideten Finnen von Chaosweaver etablieren. Sie nennen ihren Musikstil "Cinematic Extreme Metal" und haben mit "Enter The Realm Of The Doppelgänger" nun ihr zweites Langspiel-Werk veröffentlicht, mit dem die Jungs ihr Vorhaben weiter voran bringen möchten. Wuchtiger Black Metal wird hier mit symphonischen, klassischen Kompositionen, elektronischen Spielereien und musikalischen Raffinessen zu tragendem Liedgut verarbeitet. Rohes, dunkles Gekeife verschmilzt mit traditionellen Instrumenten und süßen Piano-Soli. Alles verbunden in wuchtigen Orchesterpassagen, die im nächsten Song blitzschnell wieder verblassen, um harten Riffs, leichten Synthie-Sounds und lauten elektronischen Beats zu weichen.
Ja, die Herren machen ihrem Band-Namen alle Ehre: Ein geordnetes Chaos beherrscht die CD, was in diesem Falle aber keine negative Bewertung sein soll. Denn "Enter The Realm Of The Doppelgänger" ist ein Werk voller abstruser Kreativität und verwirrender Ideen, die das Ganze zu einem aufregenden Hörerlebnis verwandeln und Platz für verschiedenste Stimmungen lassen. Ein Wiedererkennungswert ist daher vielleicht auch nicht jedem Song gleichermaßen gegeben, aber mit Stücken wie "A Requiem" und "The Great" können die finnischen Musiker bei mir hoch punkten. Kinoreif ist diese Scheibe also allemal, die auf eine gewisse Art polarisierend wirkt, aber auf der anderen Seite kreative Sound-Vielfalt verspricht und doch immer wieder vertraute Klänge versprüht. Metal-Fans, die also einmal etwas ganz neues hören möchten, und gern über den Tellerrand schauen, sollten einen Hörversuch wagen. Er wird sich lohnen. Denn Chaosweaver schreiben Songs, die einem anfänglich undurchdringbar erscheinen, aber dann doch nicht mehr ganz aus den Kopf verschwinden wollen. Fast wie die Szenen aus einem guten Film!
   
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