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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

BARONESS - Yellow & Green
Band BARONESS
Albumtitel Yellow & Green
Label/Vertrieb Relapse Records / Rough Trade
Homepage baronessmusic.com/
Alternative URL www.facebook.com/yourbaroness
Verffentlichung 20.07.2012
Laufzeit 36:50 & 37:18 Minuten
Autor David Lang
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Ich hre schon die Ausverkauf-Vorwrfe einiger Hardliner und auch mein erster Eindruck war eher zwiegespalten. Nicht ganz 3 Jahre nach dem grandiosen "The Blue Record" sind Baroness zurck und diesmal wollen sie es wissen. War der Unterschied zwischen dessen Vorgnger "The Red Album" und der blauen Variante noch in Details zu suchen, so ist der Sprung, den man mit "Yellow & Green" gemacht hat, ein weitaus gewagterer.
Das wird schon im Vorfeld bewusst, ohne dass man nur einen Ton gehrt hat, wenn man erfhrt, dass es nicht einmal einen digitalen Download gab, sondern lediglich einen Stream, da die Scheibe wohl DIE Verffentlichung im Relapsekalender 2012 ist. So war ich also erstmal gezwungen, mir das Doppelalbum (!) vorm Rechner anzuhren, doch es machte mir nichts aus. Einfach weil ich tierisch hei auf das Gert war und das Warten sich, das sei vorweg genommen, gelohnt hat.
Wer den Weg der Band nicht mit Scheuklappen verfolgt hat wird sich also denken knnen, dass es keinen Aufguss des Vorgngers geben wird. John Baizley und seine Mannen haben sich nmlich noch weiter vom Metal gelst, um ganz gemchlich dem weitaus entspannteren Rock zu frnen. Das hebt natrlich die Gegenstze mit denen der Savannah Vierer bisher tnte, zugunsten einer zahmeren Version, ein Stck weit auf.
Doch auch wenn in der Bandinfo etwas von potentiellem Charteinstieg zu lesen ist, so sind Baroness meines Erachtens nach wie vor immer noch ein Stck zu kauzig, zu sperrig fr die breite Masse, auf der anderen Seite aber auch tatschlich wohl nur ein winziges Stck von greren Erfolgen entfernt. Ich prophezeie dem Quartett einfach mal eine hnliche Zukunft wie den Kollegen von Mastodon. Damit stnde als nchstes ein Wechsel zu einem Major bevor. Was dieser dann bringt vermag ich allerdings nicht vorweg zu nehmen. Wenn nicht alles extrem dmlich luft, haben wir hier aber die nchste, groe Nummer.
Selbst Studentenblttchen wie die VISIONS feiern das Quartett schon geraume Zeit ab, "Yellow & Green" wird die Band endgltig auch auerhalb unserer Szene etablieren. Denn obwohl ich nach wie vor die rauere Seite (in diesem Fall CD1) bevorzuge, muss ich neidlos die Klasse der 18 Songs anerkennen und seien sie noch so relaxt.
Die "gelbe Seite" hat aber auch Geschosse an Bord, verdammte Axt. Nach dem stimmungsvollen Intro "Yellow Theme" folgt gleich der erste Knaller. "Take My Bones Away" ist ein Hit par excellence, "March To The Sea" setzt in meinen Augen noch mal einen drauf und sptestens "Back Where I Belong" macht klar, dass hier ein knftiger Klassiker meinen Ohren schmeichelt. Wundervoll, ebenso wie der Rausschmeier "Eula".
"Grn" tnt, wie gesagt, insgesamt etwas gemchlicher, lsst es aber auch nicht an Hits mangeln. War das "Yellow Theme" "nur" ein Intro (wenn auch ein sehr gutes) so wei das "Green Theme" schon als kompletter (Instrumental-) Song zu begeistern, "Board Up The House" schmeichelt anschlieend den Ohren und "The Line Between" wird gegen Ende sogar noch mal ruppiger.
Nicht nur, dass Baroness mit "Yellow & Green" ein Doppel-Hitgeschoss rausgehauen haben, der Groteil der Songs fhlt sich nach nur einmaligem Hren bereits an wie alte Bekannte, die man immer wieder gerne begrt. Ganz groes Tennis!
   
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