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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE SHRINE - Primitive Blast
Band THE SHRINE
Albumtitel Primitive Blast
Label/Vertrieb Tee Pee Records/ ADA Global
Homepage www.theshrineband.com
Verffentlichung 06.07.2012
Laufzeit 32:45 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Beinahe wre mir die vorliegende Scheibe der jungen Kalifornier, THE SHRINE, durch die Lappen gegangen. Das schlichte, klischeehafte Covermotiv hat zum Glck meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Der erste Eindruck tuscht, denn statt der blichen, simplen Punk 'n' Roll-Nummer, die zahlreiche Bands heutzutage abziehen, stellt diese lediglich die Basis der Musik von THE SHRINE dar. Darauf aufbauend, jagen die drei langhaarigen Vollblut-Rocker, Einflsse aus frhem Punk Rock, 70er-Jahre-Hard Rock und sogar das ein oder andere Gitarrenspiel im Stil der "New Wave of British Heavy Metal" durch die aufgedrehte Anlage. Das Ganze passiert mit mchtig viel Durchschlagskraft. Da vergisst man schnell mal, wie gut die Stcke auf "Primitive Blast" eigentlich sind. Die Riff-Konstrukte sind alles andere, als langweilig und heben sich oft von so mancher Wettbewerbsarbeit ab. Sptestens wenn die brachialen Gitarren-Soli einsetzen, welche mal an BLACK SABBATH, mal an IRON MAIDEN und sogar an die Pioniere MC5 erinnern, schwingt auch der Letzte das Tanzbein. Hier herrscht Abwechslung, hier herrscht verhltnismig viel Ideenreichtum und vor allem grenzensprengender, zeitloser Rock 'n' Roll. Passend zur rotzrockigen Musik, prsentiert man eine dreckige Produktion, die verdammt gut nach vorne geht. Die Klampfen sind bis aufs uerste verzerrt, das Schlagzeug rumpelt und der Bass drhnt herrlich. So und nicht anders muss das sein. Alleine das finale "Deep River (Livin' To Die)" schlgt, mit seinem hohen Wiedererkennungswert, ein wie eine Bombe. THE STOOGES treffen auf IRON MAIDEN-Soli, das ist einfach wahnsinnig gut. Erwhnenswert ist auch das laute, markante Organ von Frontmann Josh Landau, welches mich entfernt an SMOKE BLOW erinnert.
Alle Stcke rocken die Htte, es gibt keine Ausflle, aber leider ist der Spa nach nicht mal 33 Minuten zu Ende. Das ist auch der einzige Grund, hier nicht die Hchstnote zu vergeben. Ohne plumpe Selbstdarstellung und platte Texte kommt die Band nicht aus, aber da ihr Album so gut reingeht, wie kaltes Bier, an einem heien Tag, ist mir das vllig egal. Hammer Scheibe! Kaufen!!!
   
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