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17. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

KRÅKE - Conquering Death
Band KRÅKE
Albumtitel Conquering Death
Label/Vertrieb Indie Recordings/ Edel
Homepage www.facebook.com/kraakeofficial
Alternative URL www.myspace.com/krakelegion
Veröffentlichung 29.06.2012
Laufzeit 56:31 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Der erste Langspieler der norwegischen Black Metal-Band KRÅKE unterscheidet sich von gängigen Produktionen dieser Sparte. Die Stücke sind überwiegend recht langsam und beinahe schon zahm gehalten. Immer wieder durchbrechen verträumte Melodien die düstere, symphonische Grundstimmung. Selbst die wenigen härteren Songs, haben diese epischen, hoffnungsvollen Passagen zu bieten. Das Stück "Ed" ist zum Beispiel sehr vielseitig und bewegt sich von schnellen, aggressiven Momenten, über stampfende Heavy Metal-Klänge bis hin zum wirklich schönen, eingängigen Instrumentalteil am Ende. Letzterer könnte fast von Post-Rock Kapellen, wie LONG DISTANCE CALLING stammen. Aber trotzdem bewegt sich das alles noch im Bereich des Black Metals. Sowohl der böse, gurgelnde Gesang von Beist, als auch die stark präsenten, unheimlichen Keyboard-Klänge, die im Hintergrund für Stimmung sorgen und sogar manche Melodie bestimmen, führen zwangsläufig zum Vergleich mit den kommerziell ausgerichteten Landsleuten von DIMMU BORGIR. KRÅKE verstehen es allerdings, einen eigenen Sound zu kreieren. Die zehn Lieder sind verhältnismäßig abwechslungsreich und transportieren eine Menge Pathos, welcher bei dieser Art von Metal nicht fehlen darf. Dabei überzeugt das epische Instrumental "Snowfall" ebenso, wie das geradlinige "The Great Leviathan". Zudem glänzt die Scheibe mit einer modernen, klaren Produktion, welche hervorragend mit dem Liedgut harmoniert.
Ich, für meinen Teil, habe vor längerer Zeit, das große Interesse an bombastischer und symphonischer Schwarzware verloren. Zudem ist der Gesang hier auf Dauer ein bisschen eintönig. Aber man muss den Jungs wirklich lassen, dass sie nicht wie eine Kopie der bekannten Vertreter klingen, sondern recht eigenständig und ideenreich agieren. Auch das häufige Benutzen von klassischen 80er-Jahre-Gothic-Rock-Rhythmen spielt dabei eine entscheidende Rolle. Wenn Ihr von dicken Keyboardsounds nicht genug bekommt und auch gerne mal etwas mehr Melodie im Black Metal habt, könnten KRÅKE wie für Euch geschaffen sein.
   
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