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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

THE INIQUITY DESCENT - The Human Apheresis
Band THE INIQUITY DESCENT
Albumtitel The Human Apheresis
Label/Vertrieb Massacre Records/ Soulfood
Homepage www.theiniquitydescent.com
Verffentlichung 25.05.2012
Laufzeit 39:40 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Das Covermotiv dieser Verffentlichung ist zwar schlicht, aber irgendwie auch genial. Was vermag uns dieses kryptische Bild sagen? Ich habe keinen blassen Schimmer. Das macht aber nichts, denn es geht hier ja primr um den Inhalt der Scheibe. Massacre Records bewirbt das Debt, der 2009 gegrndeten THE INIQUITY DESCENT, als Avantgarde Black Metal. Soweit wrde ich nicht gehen, aber dass man hier keine traditionelle Schwarzware vorgesetzt bekommt, stimmt soweit. Vielmehr stellt "The Human Apheresis" einen wtenden Bastard, mit etlichen Death- und sogar gelegentlichen Progressive Metal Einflssen, dar. Nach einem kurzen Intro, hmmert "In Prostation" aus der Anlage und bietet das volle Programm. Vom treibenden Schlagzeug, ber einen ruhigeren, verspielten Refrain bis hin zu schnellem Geknppel, gibt es direkt beim Einstieg, die ganze Bandbreite der Finnen auf die Ohren. Auch die folgenden "An Emty Temple", sowie das Titelstck, sind jeweils in verschiedenen Geschwindigkeiten zu Hause, haben feine Riffs an Bord und bringen in jedem Fall die Nackenmuskulatur in Bewegung. Bei letzterem, hre ich doch tatschlich einen Schellenkranz raus, das ist neu. Generell arbeitet Drummer Kenna Nygrd mit berdurchschnitt viel Beckeneinsatz, was mir grundstzlich gut gefllt. Spter hat sogar die Kuhglocke einen Auftritt in dem phasenweise positiv-chaotischen "Believers In The Apotheosis". Danach erklingt mit "Decimate Disintegrate" dann doch noch etwas aus den Boxen, das am ehesten als Black Metal durchgeht. Besonders gegen Ende wird hier schn das Gaspedal durchgetreten.
Wie druckvoll und wtend die Scheibe auch ist, richtig begeistern kann sie mich nicht. Dafr klingen manche Songs, vom Aufbau her, zu hnlich und Snger Mathias Lillmns htte fr meinen Geschmack auch etwas mehr Vielseitigkeit zeigen knnen. Er brllt das Album relativ monoton durch, nur zum Ende hin, gibt es ein paar Stellen mit dsterem Sprechgesang, beim nchsten Mal bitte mehr davon. Unterm Strich kann sich "The Human Apheresis" dennoch hren lassen. Black- und Death Metal-Freunde, welche offen fr Kreuzungen sind, sollten den Jungs eine Chance geben. Groes Potential ist auf jeden Fall vorhanden.
   
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