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Vor 13 Jahren haben sich drei Herren in Kalifornien zusammengefunden, um dreckigen, lauten Stoner Metal zu fabrizieren. Im Laufe der Zeit verfeinerten Matt Pike, Jeff Matz und Des Kensel ihren Sound und konnten spätestens mit der Scheibe "Death Is This Communion", spartenübergreifend, Musikfreunde und Kritiker begeistern. Das mittlerweile sechste Album der Jungs, trägt den exotischen Namen "De Vermis Mysteriis". Der Titel ist einem Werk von "Psycho"-Autor Robert Bloch entliehen. Erzählt wird eine Science Fiction-Geschichte mit religiösen Motiven. Das genaue Konzept lässt sich auf der Internet-Seite der Band nachlesen. Mit "Serum Of Liao" starten HIGH ON FIRE etwas sperriger, als erwartet. Der brachiale Sound braucht eine gewisse Eingewöhnungszeit, um vollends einzuschlagen. Hier lässt sich bereits erkennen, dass die Musiker ihre Arbeit verstehen und sich in Sachen Songwriting, einiges einfallen lassen haben. In Anlehnung an BLACK SABBATH, dröhnt das folgende "Bloody Knuckles" aus den Boxen um nach dem ersten Doom-Riff eine ordentliche Portion Thrash Metal nachzulegen. Ein Stück, wie das rasend schnelle "Fertile Green" würde man vermutlich auf keiner Stoner Rock- oder Doom-Scheibe finden. Und doch bewegt man sich, rein vom Klang her, auf extrem brummigen und tiefen Pfaden. Manches Solospiel von Gitarrist und Grölmeister Matt, entfaltet sich daher oft erst nach mehreren Durchgängen. Generell zieht das Album viel von seiner Faszination aus dem Vorgang des Erarbeitens, denn die Stücke werden mit jedem Hören interessanter und meißeln sich nach und nach in die Gehörgänge. Ganz ohne klassischen Dampfhammer geht es dann aber doch nicht: "Madness Of An Architect" zeigt, warum das Trio auch in Fachkreisen abgefeiert wird. Die Zutaten haben schon andere benutzt, aber in Verbindung mit dem Gespür für starke Songs und der druckvollen, dreckigen Produktion, werden simple Bauteile zu einem meisterlichen Ergebnis zusammengesetzt. Zudem zieht einen die Weltuntergangsstimmung zum Ende, mit allerlei schrägen Klängen, in ihren Bann. Selbst das instrumentale Zwischenspiel "Samsara" vermag es, sich nach wenigen Durchläufen im Ohr festzukrallen. Ich könnte ewig so weiter huldigen, aber das würde den Rahmen sprengen. Mit Ausnahme des Titelsongs, welcher ein wenig an mir vorbeiplätschert, ist "De Vermis Mysteriis" ein absolutes Glanzstück geworden und stellt in meinen Augen den bisherigen Höhepunkt im Schaffen von HIGH ON FIRE dar. Im Grunde wird das Nutzen der oben genannten Schubladen, der Band nicht gerecht, denn gerade in dem Aufweichen von Genregrenzen, liegt ihre größte Stärke. Starkes Teil, kaufen! |
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