Navigation
                
18. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

IHSAHN - Eremita
Band IHSAHN
Albumtitel Eremita
Label/Vertrieb Candlelight Records / Soulfood
Homepage www.ihsahn.com
Verffentlichung 18.06.2012
Laufzeit 54:15 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 13 von 15 Punkten
>> Als E-Mail versenden
Dass Vegard Sverre Tveitan, besser bekannt als IHSAHN, sich in den letzten Jahren zu einem der interessantesten Knstler und Songwriter des Extreme Metal entwickelt hat, drfte sptestens seit seinem 2010er Album "After" unbestritten sein - ist doch sein stilistische Spagat zwischen rohem Black Metal, klassischem Heavy Rock, Progressive Metal und Avantgarde Jazz in dieser Form einzigartig und tatschlich noch nie dagewesen. Auch auf "Eremita" verfolgt IHSAHN den auf seinen letzten 3 Soloalben eingeschlagenen Weg konsequent fort und hat auch dieses mal wieder prominente Untersttzung um sich gescharrt. Da wren zunchst Tobias Ornes Andersen und Einar Solberg von LEPROUS, die ja schon aus seiner Live Backing Band bekannt sind, sowie Jeff Loomis (ex-Nevermore), Devin Townsend und der Saxophonist Jorgen Munkeby. Und was diese Herren uns hier auf "Eremita" um die Ohren hauen ist wahrlich genial, wenn auch sehr, sehr gewhnungsbedrftig, was natrlich an dem ungewhnlichen Stilmix liegt, der hier zum Besten gegeben wird. In direktem Vergleich zu dem Vorgngeralbum "After" wirkt "Eremita" nicht ganz so dster und offener, zugnglicher und songorientierter, und durch die Reduktion der avantgardistischen Saxophoneinstze ist auch der gewisse Nerv-Faktor nicht mehr da, der mir auf "After" den Hrgenuss doch teilweise verprellt hat. Was jetzt nicht bedeuten soll, "Eremita" wre eingngig oder gar kommerziell ausgerichtet. Ganz im Gegenteil. Nach wie vor dominiert IHSAHNs heisere, krchzende Stimme die Songs, was schon viele traditionelle Progrocker davon abhalten wird, sich das Album berhaupt anzuhren - von den Jazzern mal ganz zu schweigen. Und auch die gewhnungsbedrftigen Songstrukturen ("Something Out There", "Departure"), oder das vllige Fehlen ebendieser ("The Grave", das ich als Totalausfall bezeichnen wrde) verlangen dem Zuhrer einiges an Konzentration und Durchhaltevermgen ab. Hlt man das aber durch, so erschliet sich dem Zuhrer ein auergewhnliches Album voller dsterer Schnheit, groartig erhabenen Momenten, vertrackten Rhythmen und schierem Wahnsinn. Dass dies alles nicht jedermanns Sache ist, versteht sich von selbst, aber ich wrde jedem, der musikalisch gesehen gerne mal ber den Tellerrand hinausblickt, empfehlen, sich mal in die Songs "Catharsis", "Arrival" und "The Paranoid" (die ersten 90 Sekunden des Songs einfach berspringen), einzuhren und diese auf sich wirken zu lassen. Und glaubt mir, das Album verfgt ber so eine intensive Sogwirkung, dass ihr euch dann auch mit dem Rest der Songs beschftigen wollt. Ich behaupte mal, dass IHSAHN mit diesem Album nun endgltig in der Liga von Ausnahmeknstlern wie Mike Patton und Devin Townsend angekommen ist.
   
<< vorheriges Review
ASIA - XXX
nchstes Review >>
THE FRIGHT - The Fright


 Weitere Artikel mit/ber IHSAHN:

Zufällige Reviews