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15. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

RUSH - Clockwork Angels
Band RUSH
Albumtitel Clockwork Angels
Label/Vertrieb Roadrunner / Warner
Homepage www.rush.com
Verffentlichung 08.06.2012
Laufzeit 66:07 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 14 von 15 Punkten
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Alle paar Jahre kommen die Gtter auf die Erde und beglcken uns mit einem neuen Album. Der Stellenwert, den RUSH innehaben, ist unbestritten, und die Frage, inwiefern RUSH die Entwicklung der Rockmusik in den letzten 4 Jahrzehnten mitbestimmt haben, ist mig. Und natrlich ist es auch nahezu unmglich (wenn nicht gar berflssig), ein neues Album mit irgendeinem anderen der mittlerweile 18 Studioalben ("Feedback" mal nicht mitgezhlt) zu vergleichen; denn jedes Album klingt anders und ist einzigartig, obwohl jedes Album fr sich ein typisches RUSH-Album darstellt. Und alleine das unterstreicht schon die Klasse von RUSH, denn ich kenne keine andere Band, die es ber fast 40 Jahre hinweg schafft, sich auf jedem Album wieder neu zu definieren und vllig anders zu klingen, aber trotzdem sich selbst treu bleiben. Mal abgesehen davon, dass es kaum Bands gibt, die so lange durchhalten; und das schon seit 1974 in unvernderter Besetzung.
Aber trotz alldem ist die spannende Frage, wie "Clockwork Angels" denn nun klingt, und (auch wenn diese Einschtzung wie Eingangs erwhnt unmglich scheint) ob "Clockwork Angels" denn nun besser oder schlechter ist als das RUSH-Referenzalbum; dass man als RUSH Fan das Album kauft, ist ohnehin klar - aber man mchte ja vorher wissen, was einen erwartet. Allerdings ist diese Frage nicht so ohne weiteres zu beantworten, denn RUSH machen es ihren Fans natrlich nicht leicht (und genau das verlangen wir ja auch!); auerdem: welches ist denn das RUSH-Referenzalbum? Hier wird jeder seine persnlichen Prferenzen haben; und die Tatsache, dass alle RUSH-Alben irgendwo auf einer Skala zwischen "grandios" und "berirdisch" rangieren, macht eine objektive Einschtzung nahezu unmglich. Es gibt Alben wie "Permanent Waves", "Grace under Pressure", "Presto", "A Farewell To Kings" oder (das wie es mir scheint allseits ungeliebte) "Vapor Trails", die mir auf Anhieb gefallen haben (fr RUSH-Verhltnisse bedeutet das, nach dem 10 - 20 Durchlauf), whrend ich fr "Signals" und "Hemispheres" gut 20 Jahre brauchte, um die Alben zu mgen. Und mit "Test For Echo" oder "Roll The Bones" habe ich bis heute noch so meine Probleme. Generell kann man sagen, dass RUSH mit "Clockwork Angels" einerseits ihre in den 00er Jahren eingeschlagene, rockig-gitarrenorientierte Richtung beibehalten, andererseits viel von dem Spirit der 70er mit einflieen lassen, so dass ich das Album als eine Mischung aus "Vapor Trails" und "A Farewell To Kings" bezeichnen wrde. Und da diese beiden Alben in meiner persnlichen RUSH-Top-5 rangieren, rennt "Clockwork Angels" bei mir offene Tren ein.
Das ist natrlich nur als kleiner Richtungsweiser zu sehen, denn es wre vermessen zu behaupten, RUSH wrden sich in irgendeiner Weise kopieren oder sich in ein "das-Album-klingt-so-wie-Korsett" zwngen lassen. Denn genau wie jedes andere Album des umfangreichen Backkataloges ist "Clockwork Angels" einzigartig, und wie zuvor haben sich RUSH auch hier wieder neu definiert und ein modernes, aber paradoxerweise doch zeitloses Album abgeliefert, das allen Erwartungen gerecht wird - so hochgesteckt diese auch sein mgen. Natrlich ist es viel zu frh, einzelne Songs oder gar das ganze Album jetzt schon in einen Klassikerstatus zu erheben; letztenendes werden die Jahre darber entscheiden, ob "Clockwork Angels" irgendwann in einem Atemzug mit "Moving Pictures" oder "2112" genannt wird. Auf jeden Fall sind Songs wie der Titeltrack, "The Garden", "Halo Effect", "Headlong Flight" oder "The Wreckers" atemberaubende Perlen, die keine Wnsche offen lassen. "Clockwork Angels" ist also ein Album, das sowohl den langjhrigen RUSH-Fan mehr als zufrieden stellen wird, und auch eine definitive Kaufempfehlung fr Neueinsteiger darstellt.
   
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