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23. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

GRAVETY - Into The Grave
Band GRAVETY
Albumtitel Into The Grave
Label/Vertrieb Eigenproduktion/ Source Of Deluge
Homepage www.facebook.com/gravety
Alternative URL www.myspace.com/gravety
Verffentlichung 30.03.2012
Laufzeit 44:41 Minuten
Autor Stephan Mertens
Bewertung 8 von 15 Punkten
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Nach drei Jahren Bandgeschichte, erklingt nun ein selbstproduziertes Erstlingswerk, welches sich in keine Schublade stecken lassen will. GRAVETY aus Saarbrcken, schicken einen Silberling auf den Markt, der im Grunde irgendwo zwischen 80er Thrash, klassischem Heavy- und etwas melodischem Power Metal platznimmt. Die Kombination der verschiedenen Stile funktioniert dabei ganz gut. Grundstzlich finde ich es ja ziemlich spannend, sobald Kapellen versuchen, einen eigenen Sound zu finden. Viel Pathos und epische Passagen, werden zum Glck immer wieder mit harten, schnellen Riffgewittern im Stile der frhen Thrash-Bands aufgelockert. Dabei machen die Musiker einen wirklich ordentlichen Job und selbst der Klang, der in Eigenregie entstandene Produktion, kann sich hren lassen.
Das dritte Stck, "Decay Of Life", glnzt durch ein paar gelungene Tempowechsel und dem herrlich treibenden, teils sogar rockigen Schlagzeugspiel von Lukas Didion. Das darauf folgende "False Messiah" hat ebenfalls feinste Riffarbeit der alten Mattenschttler-Schule zu bieten. GRAVETY verstehen es besonders gut, im richtigen Moment die Geschwindigkeit aus den Nummern zu nehmen, um eingngige, melodische Refrains einflieen zu lassen. Nicht selten muss man in diesen Momenten an die erste Welle des britischen Heavy Metals denken. Das Titelstck "Into The Grave" bringt mit seiner stark doomigen Note noch weitere, unerwartete Aspekte mit ins Spiel. Hier passt sogar mal die Stimme von Frontmann Kevin Portz hervorragend zum instrumentalen Unterbau. Leider ist das nicht immer so. Zu oft harmonieren Gesang und restliche Instrumente nicht optimal. Ich kann zwar keine konkreten Stellen benennen, aber manchmal, hab ich einfach das Gefhl, dass da deutlich mehr drin gewesen wre. Auch das zustzliche, aggressive Geschrei von Gitarrist Gernot Gebhard macht dies nicht wirklich besser. Das ist wirklich sehr schade, denn die Basis stimmt auf jeden Fall. Hinzu kommt, dass ich generell kein groer Freund von epischem Power Metal bin. Daher reicht es in der Bewertung nur fr das Mittelfeld.
Wer mit allen genannten Sparten was anfangen kann und mit einem, sagen wir mal, recht eigenwilligen Snger, klar kommt, kann das Scheibchen mal antesten. Bei mir wrde "Into The Grave" vermutlich aus oben genannten Grnden auf Dauer im Regal einstauben.
   
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