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16. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SABATON - Carolus Rex
Band SABATON
Albumtitel Carolus Rex
Label/Vertrieb Nuclear Blast Records / Warner
Homepage www.sabaton.se
Verffentlichung 25.05.2012
Laufzeit 45:03 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ich wei noch ganz genau wie ich Sabaton auf einer der ersten oder dem ersten Deutschland Gig 2005 nach einer 10 Stunden Fahrt eingepfercht in einen Kleinbus aus der Tschechei anrollen sah. Die tourfreudige Band hat sich in jedem kleinen Laden den Arsch abgespielt und nach sieben Jahren viele etablierte ltere Combos hinter sich gelassen. Das generiert auch Neider, ausverkaufte Konzerte und Headlinerpositionen von Tourneen sprechen eine deutliche Sprache! Um so schockierter waren die Fans und auch ich, als kurz vor dem Erscheinen des neuen Album "Carolus Rex" raus kam das bis auf Snger / Songwriter Joakim Brodn und Bandmanager / Bassist Per Sundstrm alle Bandmitglieder ausgestiegen sind und man mit neuen Leuten ohne Keyboarder (die Band hofft auf dessen Rckkehr) auf Amerikatour ging.
Das neue Album "Carolus Rex" handelt natrlich wie die letzten Werke vom Krieg, jedoch ist es diesmal etwas besonderes, es ist ein Konzeptalbum ber das schwedische Reich (1561-1721), was weit bis nach Deutschland reichte. Die Texte entstanden zusammen mit dem schwedischen Historiker Bengt Liljegren. Dabei hat man das erste Mal in der Bandgeschichte die ganze Scheibe in Schwedisch und Englisch aufgenommen, so dass man quasi eine Doppel-CD hat. Mir liegt aber nur die englische Version vor, was sicherlich auch reicht fr Nichtschweden. Kritiker der Band werden mit diesem Werk weniger Angriffsflche haben, da es im Ganzen weniger vom Keyboard dominiert wird, obwohl ich mich immer noch Frage warum Sabaton eigentlich zwei Gitarristen in der Band haben. Dafr klingen die Stcke insgesamt reifer, anspruchsvoller und weniger kitschig, ohne jedoch, und das ist die Kunst alte Trademarks ganz zu verlassen. Snger Joakim rollt das "R" nicht mehr so extrem und die Pathoskeule wird auch viel weniger geschwungen, zusammen mit der echt guten Produktion von Peter Tgtgren (Hypocrisy) gibt das echt eine saustarke Scheibe. Natrlich werden die Deutschen in Sachen Geschichte wieder einmal erwhnt und sogar der Titel ist in Deutsch: "Gott Mit Uns". Ansonsten habe Sabaton eine ausgewogene Mischung aus flotten Stcken, epischen Midtempostampfern oder Pathostracks wie das schleppende "A Lifetime Of War" im Programm.
Die Lieder frsen sich als Ohrwrmer fest und wem das zu poppig ist, darf gerne Slayer hren, aber Sabaton klingen halt einzigartig und haben das schon gemacht, als sie noch wirklich keine hier Sau gekannt hat. Von Ausverkauf ist hier also keine Rede.
Die 45 Minuten gehen rum wie nichts und ich ertappe mich immer wieder auf Repeat zu schalten, da hier keine schlechten Tracks vorhanden sind. Fr das nchste Album wnsche ich mir nur, dass die Gitarren noch mehr im Vordergrund stehen.
   
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