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Arstidir Lifsins sind ein bunt zusammen gewürfelter Haufen, der sich aus deutschen Musikern der Bands Helrunar, Kerbenok und Dautran, als auch aus Mitgliedern der Isländischen-schwedischen Truppe Skendöd zusammen setzt. Die Gruppe, die schon mit ihrer ersten Veröffentlichung namens "Jötunheima dolgferð" im Jahre 2010 von sich hören ließ, beeindruckt nun mir ihrem zweiten Konzeptalbum, das die Zuhörer in die isländische Vergangenheit entführt. Gehüllt in ein innovatives Black Metal-Gewand, das sowohl mit isländischer Folklore, als auch mit dem Einsatz klassischer Instrumente gespickt ist, thematisiert dieses Werk eine fiktive Blutfehde zweier Isländischer Familien, um das 10. Jahrhundert herum. Dabei sind die Erzählungen stark an die alten Traditionen gebunden und die Lyrics vollkommen in isländischer Sprache verfasst. Diese Tatsache und das Verständigungsproblem mindert aber keinesfalls die Faszination, die von diesem Werk ausgeht. Denn Arstdir Lifsins setzen vor allem auf eine kreative Soundmalerei, die jedem Song eine eigene Atmosphäre und Stimmung verleiht. Auf verschiedenste Art und Weise werden akustische Gitarren, mit Klavier-Sequenzen, Geigen und Geräuschen aus der Natur verbunden, während das schwere metallische Fundament, das aus schnellen Gitarrenriffs, untermalendem Schlagzeug, hartem Gekeife und donnernden Chören besteht, drohende und melancholische Töne versprüht. Schwer ist es hierbei ein Song besonders hervor zu heben, denn "Vapna Laekjar Eldr" ist ein Gesamtkunstwerk, das sich nicht auseinander reißen lässt und seine außergewöhnliche und vielfältige Bandbreite nur im Zusammenhang entfaltet. Dabei sollten Genießer nicht nur Geduld, sondern vor allem Zeit mit sich bringen, um das fast 80 minütige Album, das nicht mit Eingängigkeit, sondern vor allem mit Wandelbarkeit besticht, auf sich wirken lassen zu können. Wer diese CD aber schließlich in den Händen hält, wird nicht nur mit einem außergewöhnlichen, schwarz metallischen Kunstgriff belohnt, sondern erhält zusätzlich noch ein 44 seitiges Booklet, das unter anderem von Sänger Marsél malerisch mit gestaltet wurde. Ein Werk, das sich vor allem an Fans von avantgardistischem Black Metal richtet, und das durch die künstlerische Aufmachung, auch als besonderer Hingucker im heimischen CD-Regal einiges hermachen kann. |
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