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18. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

SAXON - The EMI Years (1985-1988)
Band SAXON
Albumtitel The EMI Years (1985-1988)
Label/Vertrieb EMI
Homepage www.saxon747.com/
Verffentlichung 08.06.2012
Laufzeit 77:40 & 73:25 & 77:44 & 72:28 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 10 von 15 Punkten
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Innerhalb krzester Zeit erschienen zwei preisgnstige Boxsets der Briten Legende Saxon, die zweite Box "The EMI Years (1985-1988)" enthlt drei relativ kommerzielle um viele Bonustracks erweiterte Studioalben in der 2010er Neuauflage und ein Livealbum. Das Booklet ist mit Bilder und Interviewfragementen der Musiker Byford / Oliver / Dawson gespickt. Auch wenn das Cover etwas gewollt aussieht, ist die Box fr den Preis einer normalen CD eine feine Sache! Alle Originalcover findet man in klein auf der Rckseite.
Das cool betitelte Saxon Album "Innocence Is No Excuse" markierte 1985 den Einstieg in kommerziellere Bereiche, was auch das Cover mit dem Mdel beweist! Musikalisch schielten die Mnner um Biff Byford tierisch in die USA und rockten gut, aber manchmal schaumgebremst durch die 10 Songs von denen heute vielleicht noch "Rock'n' Roll Gypsie" und die coole Halbballade "Broken Heroes" bekannt sein knnte. Das Album ist aber besser als das "Destiny" Album und hat sicherlich noch einige Kanten, gute Riffs und mehr Biss! Neben Mixen und Livesongs haben die sieben Bonusstcke, noch ein cooles Live Medley bekannter Stcke, sowie die aggressiven B-Seiten "Live Fast, Die Young" und "Krakatoa", die sich nach richtig guten, zeitlosen Saxon Stoff anhren! Insgesamt eine lohnenswerte Sache fr Saxonfans, besonders was die Spielzeit betrifft!
Die zweite CD "Live At Hammersmith" ist bis auf einen Song nie auf CD verffentlicht worden und eine Live Album aufgenommen von der BBC in Donington 1985! Alles klingt und rau und authentisch. Snger Biff macht laute und heiere Ansagen die etwas platt und direkt rberkommen. Ist ja auch schon lange her und inhaltlich bietet man eine Menge Hits.
Wer wissen mchte, wo Manowar das Cover zu ihrem "Warriors Of The World" Gedns gemopst haben, sollte sich mal genau Saxons 1986er Werk "Rock The Nations" anschauen, hier passen Artwork und Titel wie die Faust aufs Auge! Das Album ist glcklicherweise nicht so weichgesplt wie der Nachfolger "Destiny" und hat mit dem Titelsong und dem Ohrwurm "We Came Here To Rock" gute Stcke am Start. Biffs charismatische Stimme prgt wie immer die Songs und verkrpert einfach Saxon. Die zweite Hlfte des Album ist mehr (gewhnungsbedrftiger) Hard Rock und bei dem Song "Party Til You Puke" hat man sogar Elton John ans Klavier bekommen! Als Extras gibt es neben diversen Livesongs aus den Jahren 1985 und 1986 (Madrid und "Reading Rock Festival") zwei berflssige Edits von Albumsongs, sowie die Studio B-Seite "Chase The Fade" (ganz nett).
Himmel hilf! Was war denn 1988 mit Saxon los? Die Englnder hatten wohl eine schlimme, kommerzielle Phase, anders ist die weichgesplte Keyboardscheibe "Destiny" nicht zu erklren! Klar, das Cover und der Gesang von Biff sind top, auch die Songs sind nicht wirklich verkehrt, aber das ist doch kein Saxon! 2010 klingt es wie eine Scheibe von Frontiers Records oder AOR Heaven. Da ging man wohl ganz auf Airplay damals! Im Endeffekt sind das nette Tralala-Songs die auf den US-Markt schielten und keinem weh tun. Das abschlieende "Red Alert" erinnert dann am ehesten an die wahren Saxon und passt nicht zum weichen Rest. Als Bonus gibt es B-Seiten damaliger Singles, was zu 99% Livesongs waren und ein Mix von "I Can't Wait Anymore". Als unverffentlichter Bonus gibt es vom besten Song der Scheibe "Ride Like The Wind" einen raueren Mix ohne dudelige Keys, was auch fr das Stck "For Whom The Bell Tolls" gilt. Das Alles treibt die Spielzeit ziemlich hoch.
Leider ist das Booklet ohne Songtexte und recht dnn, dafr aber mit Linernotes vom Metal Hammer Schreiber Jerry Ewing. "Destiny" ist keine Pflichtscheibe, sondern nur was fr beinharte Saxonfans!
Fazit: Als Box sind diese Werke eher ein Kaufanreiz als einzeln und fr Einsteiger neben Box 1 eine mehr als gute Sache fr spter dazugestoene Fans und Komplettisten.
   
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