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11. Dezember 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ZOMBIEKRIG - Den Vänstra Stigens Ljus
Band ZOMBIEKRIG
Albumtitel Den Vänstra Stigens Ljus
Label/Vertrieb GMR Music / H'Art
Homepage www.myspace.com/zombiekrig
Veröffentlichung 25.05.2012
Laufzeit 52:07 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 12 von 15 Punkten
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So, was haben wir denn hier. Ein schlicht gehaltenes, aber sehr edles Cover, ganz in weiß, mit einem umgedrehten Kreuz, ZOMBIEKRIG der Bandname, Album- und Songtitel in einer für den durchschnittlichen Mitteleuropäer unverständlichen Sprache; irgendwas skandinavisches, so wie's aussieht (schwedisch, um genau zu sein) - was schließen wir daraus? Black Metal, alles klar. Nein, eben nicht. Diese vier Schweden glauben anscheinend, die Bay Area sei ein Vorort von Göteborg, katapultieren den Zuhörer mal eben 27 Jahre in der Zeit zurück und liefern mit "Den Vänstra Stigens Ljus" (was soviel bedeutet wie "Das Licht des linken Pfades") ein typisches mittachtziger Bay Area Thrash Album ab. Das heisere Geschrei von Vokalakrobat Axel ist zwar schon ziemlich Black Metal beeinflusst, aber abgesehen davon ist "Den Vänstra Stigens Ljus" ein lupenreines Thrash Album, das sich allerdings größtenteils in gemäßigten Tempobereichen bewegt. Nur selten wird das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten, effektvoll eingestreute, bösartig schleppende Songs wie "Träl" sorgen für die nötige Abwechslung, wodurch das Album eher in der Tradition von "Bonded By Blood", Kill 'em All", "To Mega Therion" oder "The Ultra Violence" steht - SLAYER-Einflüsse sucht man hier vergebens, und das ist auch gut so. Man muss der Truppe zugute halten, dass sie sich weitestgehend klischeefrei und absolut eigenständig durch die zehn Songs pflügt; natürlich werden hier keine neuen Dimensionen des Thrash Metal ausgelotet, ebenso wenig wird versucht, die alten Klassiker vom Thron zu stoßen. "Den Vänstra Stigens Ljus" ist einfach nur ein starkes, sehr abwechslungsreiches Thrash Album, das man durchhören kann, ohne ständig zu überlegen, wo denn dieses oder jenes Riff geklaut wurde. Mir gefällt's, und ich würde jedem Thrash Fan raten, hier mal reinzuhören.
   
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