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25. November 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

AXEL RUDI PELL - Kings And Queens
Band AXEL RUDI PELL
Albumtitel Kings And Queens
Label/Vertrieb SPV
Homepage www.axelrudipell.de
Verffentlichung 01.03.2004
Laufzeit 56:33 Minuten
Autor Thorsten Dietrich
Bewertung 9 von 15 Punkten
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Das zehnte Studioalbum von Axel und Co ist eine konsequente Weiterfhrung des Erfolgsrezeptes des Bochumers. Mit bewhrter Mannschaft hat Axel ein Album ohne berraschungen, aber dafr auch ohne Ausflle fabriziert. Wieder gibt es das obligatorische, mystische Intro, das hbsche Fantasycover und die Songs zischen rockend und soft. Leider hat Axel (wieder) nicht einen Dampfhammer wie zu "Magic" Zeiten auf dem Album, sondern fast nur Midtemposongs mit gelegentlich dezenten, flotten Ausbrchen. Auf frheren Verffentlichungen waren auch mehr Hits, die direkt gezndet haben. Diesmal brauchte ich einige Anlufe um Ohrwrmer zu entdecken. Axel Rudi Pell verlsst nie seine ausgetretenen Pfade und wagt sich an keine Experimente heran, was auf der einen Seite gut, auf der anderen Seite etwas betulich und vorhersehbar ist. Keiner der zehn Tracks auf "Kings And Queens" ist schlecht, fr mich sind sie aber nicht so genial wie alte Songs, die einen doch emotional mehr berhrt haben und wo der Refrain einen gepackt hat. Negativbeispiel des Albums ist das platte "Hard As A Rock", was ich eher irgendwelchen Ami 80er AOR Bands zugetraut htte.
Die Balladen "Forever Angel" und "Sea Of Evil" sind nett, aber leider mit ca. acht Minuten etwas zu lang, was sich z.B. bei "Forever Angel" sehr bemerkbar macht, da der Refrain bis zum Erbrechen wiederholt wird. Da kann auch Gttersnger Johnny Gioeli nichts retten. Diesen sollte Axel mal mehr von der Leine lassen, damit er seine Killerstimme besser prsentieren kann. Johnny wirkt zeitweise als wrde er gebremst. Positiv sind die flotteren und knackigeren Songs wie "Cold Heaven" , das leicht mystische "Legions Of Hell", der Quasi-Titelsong "Take The Crown" oder der Grler "Only The Strong Survive". Diese Tracks sind fr mich zwar etwas entfernt von Klassikern wie "Nasty Reputation" oder "Carousel", znden dafr aber direkt. Das laut Label "Purple meets Dio-Sabbath plus Hendrix"-Stck "Sailing Away" ist auch ein Sahnesong, der aber aufgrund der zwei anderen Balladen nicht so richtig zur Geltung kommen kann, weswegen es besser gewesen wre 'ne Ballade gegen einen Double Bass-Kracher zu tauschen. Schlielich hat Axel Mike Terrana als Drummer, der hier wohl ziemlich unterfordert oder vielleicht auch gebremst ist? Ebenso wie Keyboarder Ferdy Doernberg, der auch schon mal mehr Farbtupfer setzen konnte.
Damit mich keiner falsch versteht: Die durchschnittlichen Songs wren bei vielen Bands Highlights, aber bei solch einem Backkatalog muss man sich als Band an den strksten Songs messen lassen.
Mein Wunsch an Axel ist: Mehr Hrte und wieder mehr mystische Elemente, sowie kleine Experimente und Aha-Erlebnisse. Sonst sehe ich die Gefahr, dass er irgendwann nur noch vor lterem Publikum und balladengeilen Hausfrauen spielt. Das Schicksal der Scorpions mchte ich einem meiner Lieblingsbands -Axel Rudi Pell- erspart sehen.
   
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