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17. Oktober 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

ANATHEMA - Weather Systems
Band ANATHEMA
Albumtitel Weather Systems
Label/Vertrieb KScope / Edel
Homepage www.anathema.ws/
Verffentlichung 20.04.2012
Laufzeit 55:00 Minuten
Autor Alexander Meyer
Bewertung 13 von 15 Punkten
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An der Tatsache, dass ich "Weather Systems" erst jetzt, drei Wochen nach Erscheinen, rezensiere, obwohl Anathema zu meinen absoluten Faves gehren, lsst sich in etwa ablesen, was Thorsten in seiner Kolumne ber die Verffentlichungsschwemme und die damit verbundene Arbeitsbelastung fr uns Schreiberlinge gemeint hat. Ich will mich nicht beschweren, ich liebe Musik und es ist toll immer neue, geile Sounds zu entdecken, aber mittlerweile ist der Punkt erreicht, an dem man einfach nicht mehr die Muse hat, sich intensiv damit auseinanderzusetzen. Dabei ist dies gerade bei einer Band wie Anathema, die eher durch eine subtile, unaufdringliche Schnheit glnzt, enorm wichtig.

Nachdem sich die Briten mit dem Vorgnger "We`re Here Because We`re Here" quasi neu erfunden hatten, setzen sie den eingeschlagenen Weg auf dem neuen Album konsequent fort: "Weather Systems" beherbergt neun zeitlose, atmosphrische Songs, bei denen Lee Douglas mittlerweile als gleichwertige Sngerin neben Vincent Cavanagh in Erscheinung tritt. Personell hat mich sehr berrascht, dass Keyboarder Les Smith nicht mehr mit von der Partie ist, was man der wiederum aufwndigen Orchestrierung zu keinem Zeitpunkt anhrt und verdeutlicht, dass Daniel Cavanagh der kreative Alleinherrscher bei den Liverpoolern ist. Produktion und Cover sind ebenfalls wieder aller erste Sahne. Den einzigen, winzigen Vorwurf, den man Anathema 2012 machen kann, ist, dass sie ihre dynamisch-hrtere Seite, die Klassiker wie "Alternative 4" und "Judgement" ausmachte, viel zu selten zeigen. Gerade bei einem Konzeptalbum zum Thema Wetter, wren mehr heftigere Passagen, wie im zweiten Teil von "Lightning Song" angebracht gewesen, denn das Wetter kann nunmal sehr ungemtlich werden, wie wir dieser Tage wieder mal erfahren mssen. Ansonsten heit es wie gehabt: Kopfhrer auf, zurcklehnen und genieen.
   
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