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Die Paderborner sind live eine Macht und haben mit ihrem Vorgänger "Thunder Times" die Messlatte richtig hoch gelegt. Der Nachfolger ist nun unter den Namen "Dawn" eingetütet und beläuft sich auf eine Spielzeit von über einer Stunde, wobei knapp ein Viertel der Zeit für den Titelsong anberaumt wurde. Nach einem bombastischen Intro steigen TORIAN mit "Grateful" ein, der stilistisch ein typischer Song der Band ist, mit schnellem Versteil, getragener Bridge und einem melodischen Refrain, der zum Mitsingen einlädt. Von diesen Songs gibt es einige auf "Dawn", die voll zu überzeugen wissen. "Thunder Battalions" oder "Fires Beyond The Sun" schlagen da in die gleiche Kerbe und sind geradezu für die Bühne als Mattenschüttler gemacht. Doch TORIAN haben mittlerweile eine große Spannweite, was ihre Songs angeht. Ein Song wie "Lords Of Babylon" schlägt eher in die progressive Metalkerbe, entpuppt sich als ungeheuer abwechslungsreich und deckt quasi die ganze musikalische Schaffenskraft von TORIAN ab. Die XXL-Version stellt dabei der Titelsong dar, der auf eine knapp fünfzehnminütige Spielzeit kommt und ebenfalls äußerst abwechslungsreich und atmosphärisch daher kommt. "Oceans" scheint die obligatorische Ballade zu sein, doch weit gefehlt. Nach einer Minute fetzt auch dieser Song los, als sei Bushido hinter ihm her. Bei so vielen guten Nummern möchte ich noch meine zwei persönlichen Favoriten nennen, nämlich das schnelle "Soul Desert Asylum" und das großartige "Fall Of The Golden Towers" eine Hymne mit einem mächtigen Refrain und treibenden Versteil. TORIAN haben sich auf alle Fälle gegenüber dem Vorgänger noch einmal gesteigert und stehen bereit um die Nachfolge von Helloween und Gamma Ray anzutreten. "Dawn" ist für diesen Schritt ein gewaltiges Faustpfand. |
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