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21. Jul 2017 - Uhr
 
Die Kolumne

STATUS MINOR - Ouroboros
Band STATUS MINOR
Albumtitel Ouroboros
Label/Vertrieb Lion Music / H'ART
Homepage www.statusminor.com
Verffentlichung 25.04.2012
Laufzeit 50:13 Minuten
Autor Jens Gellner
Bewertung 12 von 15 Punkten
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Ouroboros, der "Selbstverzehrer", oder besser bekannt als das Symbol der Schlange, die sich in den eigenen Schwanz beit. Das Symbol des ewigen Kreislaufes, oder, etwas bissiger in der Definition des Philosophen Plato: das autarke, in sich selbst geschlossene Wesen, ohne Bezug zur oder Wahrnehmung der Auenwelt, da auerhalb seiner selbst nichts existiert. Was ja, wenn man zwischen dieser Definition und dem Albumtitel einen direkten Bezug herzustellen versucht, fast schon anmaend klingt. Harter Tobak mit philosophischem Tiefgang also, den die fnf Finnen uns hier auf ihrem zweiten Album vorsetzen? Mitnichten. Zwar ist "Ouroboros" ein Konzeptalbum, aber sie halten es lieber mit der verbreiteteren Version des ewigen Kreislaufes, und das Thema des Albums ist: Die Liebe. Man lernt sich kennen, verliebt sich, entliebt sich, trennt sich, und alles beginnt von vorne. Inwiefern Platos Definition hier dann doch greift, muss jeder fr sich selbst entscheiden; aber was haben STATUS MINOR auer einem ausgefeilten, aber trotzdem fr jeden nachvollziehbaren Konzept denn musikalisch zu bieten? Nun, Progressive Metal. Aber - auch hier greift wieder die genannte Definition: ausgefeilt, aber fr jeden nachvollziehbar. Die typischen Frickelpassagen verkommen nie zum reinen Selbstzweck, sondern ordnen sich dem Prinzip des Songs unter, die von dem hervorragenden Markku Kuikka kraftvoll und sehr melodis intonierten Gesangslinien bleiben im Ohr, ohne kitschig oder eingngig (im Sinne von schon oft gehrt) zu sein, die handwerklichen Fhigkeiten der Musiker, ebenso wie der Sound des Albums, sind allererste Sahne. Also ein neuer Klassiker am Proghimmel, der an den Altren der Gtter kratzt? Auch hier: mitnichten. Denn, so gut das Album auch ist, eines fehlt: Der Hit, der ganz groe Wurf, der eine Song, den man als berflieger bezeichnen kann, und von dem kommende Generationen von Proggies noch reden werden. Ohne das Album Kleinreden zu wollen: es gibt groe Momente auf "Ouroboros" ("The Wind", "Glass Wall", "Like A Dream", "Smile" oder das berlange "Sail Away"). Aber jeder dieser Songs steht in zweiter Reihe hinter den Monumenten "Nothing Left To Say", "Metropolis", "Roads To Madness", und wie sie alle heien. Natrlich ndert das nichts daran, dass "Ouroboros" ein hervorragendes Album einer viel versprechenden Band ist, die Progressive Metal Fans keinesfalls aus den Augen verlieren sollten. Ich vermute, dass die hier fehlende Grotat auf einem der nchsten Alben von STATUS MINOR auftauchen wird, denn das Potential dieser Band ist fast schon berwltigend.
   
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