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08. September 2010 - Uhr
 
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SIGH - Scenes From Hell
Band: SIGH
Albumtitel: Scenes From Hell
Label/Vertrieb: The End Records / Soulfood
Website: www.sighjapan.com
Alternative URL: www.myspace.com/sighjapan
Veröffentlichung: 29.01.2010
Laufzeit: 43:06 Minuten
Autor: Patrick Steffenhagen
Bewertung: 13 von 15 Punkten
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Mit "Scenes From Hell", dem bereits achten Album von Sigh, flatterte nicht nur eine mir bislang völlig unbekannte Band, sondern auch meine erste von einer japanischen Black Metal-Formation stammende Scheibe ins Haus. Ohne die geringste Ahnung, was ich zu erwarten hatte, ließ ich mich überraschen - und die Überraschung ist gelungen!
Ohne die bei vielen japanischen Bands übliche, extreme künstlerische Extravaganz, lassen Sigh acht (vornehmlich englischsprachige) Nummern auf den Hörer los, die schnellen und druckvollen Symphonic Black Metal der Marke Cradle of Filth mit den Klängen eines Karnevals verbinden. Was eingangs irritiert, offenbart sich schnell als extrem stimmige Melange aus schwarzmetallischem Bombast und dem Sound des Wahnsinns. Das Konzept geht voll auf und schafft es, über das gesamte Album kompositorisch stimmig und dennoch abwechslungsreich zu bleiben.
Hervorragend gespielt, allen voran treibende E-Gitarre und Drums, werden die berstenden Titel voran getrieben und lassen keine Zeit zum Verschnaufen. Die live eingespielten, klassischen Orchesterinstrumente machen den symphonischen Klang perfekt; der Sound wird von den irren Jahrmarktsklängen abgerundet und erweist sich als ebenso eigenständig wie kraftvoll. Der männliche (Mirai) sowie weibliche Gesang (Dr. Mikannibal) auf "Scenes From Hell" fahren Facettenreichtum und Kraft auf und ergänzen sich vorbildlich. Untermalt von David Tibet (Current 93) ergibt sich ein atmosphärisch-schwarzes Ganzes ohne wenn und aber. Musikalisch wie technisch glänzen Sigh mit Inspiration und Harmonie.
Leider erweist dich die Produktion der Platte als etwas schwachbrüstig und vermag es nicht ganz, die ursprüngliche Gewalt der Tracks vollends zu entfalten. Der Klang fällt etwas hinter der Musik zurück und kann deren Ausdrucksstärke nicht vollständig übertragen.
Für machen Fan eventuell zu abgefahren, präsentiert sich das Album als exzellente Black Metal-Scheibe, traditionell und modern zugleich, die mit druckvollen wie gewagten Songs trumpft. Es ergibt sich ein expressionistisches Schwarzmetall-Werk voll spannender Elemente und der richtigen Portion Wahn, um durchweg mitzureißen. Hätten Captain Spaulding und Pennywise der Clown eine gemeinsame Lieblingsscheibe - es wäre "Scenes From Hell"!
   
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