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Al Jourgensen, Vorsitzender von MINISTRY of IIdustrial Metal der USA hat in der Vergangenheit bereits an verschiedenen Filmsoundtracks mitgewirkt und konnte so an der Veredelung echter Juwelen mitarbeiten. "RoboCop", "Matrix", "A.I." und nun "Wicked Lake". Da die drei erstgenannten Streifn hinlänglich bekannt sein dürften, jetzt ein paar Worte zu "Wicked Lake": Dieser Film ist C-Movie-Trasht erster Granate. Vier dauerrallige, mitunter lesbisch veranlagte Mädels fahren - im zugegenermaßen richtig geilen, Chevrolet Bel Air dunkelblau metallic mit weißem Dach und Chromfelgen, Baujahr '57 - ans Ende der Welt. Ein paar dumpfe Dorf- bzw. Baumbewohner wollen sie dort vergewaltigen und wähnen sich dank ihres Heimvorteils überlegen. Sind sie auch, aber nur bis Mitternacht. Denn dann mutieren die Görls zu blutgierigen Hexen und gehen ihrerseits daran, die Rednecks zu Frikadellen zu verarbeiten. Fraglich ist jetzt, was genau die Musik des "Wicked Soundtrack" mit dem gleichnamigen Film zu tun hat. Denn Filmmusik im eigentlichen Sinne gibt's hierauf nicht. Der "Wicked Soundtrack" ist nichts Anderes als ein mit viel gutem Willen als durchschnittlich zu bezeichnender Labelsampler von 13th Planet Records-Künstlern wie ASCENSION OF THE WATCHERS, REVOLTING COCKS, FALSE ICONS, MINISTRY und PRONG, ergänzt durch illustre Krawallfreunde wie MESHUGGAH, THREAT SIGNAL und HEMLOCK. Das einzig tatsächlich spannende hierauf ist der bisher unveröffentlichte Song "Cuz U R Next" von Meister Al und seinem zuletzt verstorbenen Kollegen und Mit-Ministranten Paul Raven. Aber der ist auch blöd. Fazit: "Wicked Lake" kennt kein, "Wicked Soundtrack" braucht kein Schwein. Drei Punkte für den Chevy im Film, keinen für den Rest. |
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