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Bei ISENBURG handelt es sich um das Soloprojekt des ANDRAS-Shouters, der - wie der Name der Platte unschwer vermuten lässt - seiner Heimat dem Erzgebirge ein Konzeptalbum gewidmet hat. In leicht schwächelndem, aber komplett selbstproduziertem Sound (besonders der Drumcomputer fällt unschön auf) präsentiert sich dieses im Gewand melodischen und anwechslungsreichen Black/Pagan Metals. Der Opener "Isenburg" präsentiert sich als von Breaks durchsetzte Hymne, die durch minimale Death Metal-Einflüsse und den genialen Wechsel von Blasts und klaren Gitarren-Parts in Verbindung mit dezentem Keyboard-Feuerschutz zu glänzen weiß. Dabei wird auch direkt meine größte Befürchtung, dass der Gesang so schlumpfig klingt, wie ich das von ANDRAS dunkel in Erinnerung habe, zerstreut. Kraftvoll-kratzig heißt die Devise, so dass Song Nr. 2, "Wave of Weakness", nichts mehr im Wege steht. Ein Schlacht-Sample stellt hier den Anfang, bevor sich der symphonische, mit viel Herzblut eingespielte Ohrwurm in die Hirnwindungen fräst. Es folgt ein bedrohlich langsamer Schlepper namens "The Return", der durch die unheilvollen Gitarren-Harmonien und den tiefen Männerchor einen rituellen Charakter bekommt und nach dem Break gar Soundtrack-mäßig weitermacht, super Song! Nach dem Akustik-Intermezzo "Pandemoniac" gibt es mit "Hymn to the Son" Keyboard-flankierte Schwarzwurzel-Raserei vor den Latz, der, wie auch das folgende "Erzgebirge", entfernt an SUMMONING erinnert. Die Überraschung schlechthin folgt zum Schluss, da der hidden track (oder ist die Tracklist durcheinander/unvollständig?) zum einen satte zehn Minuten dauert, in denen es noch einmal die volle ISENBURG-Breitseite gibt, und zum anderen - festhalten! - Volksmusik-Einlagen Verwendung finden! Waaah!! Wie das zu verstehen ist, wird in Kürze hoffentlich das anstehende Interview klären... Fakt ist jedenfalls, dass "Erzgebirge" eines der besten Releases in diesem Sektor seit langem ist und nach jedem Durchlauf aufs neue begeistert. Eine Black Metal-Hymne reiht sich hier an die nächste, das Keyboard verlässt nie die Rolle als begeleitendes Instrument, der Gesang ist genre-gemäß boshaft und über allem thront diese herrlich erhabene Atmosphäre. Schwarzes Herz, was willst du mehr?
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